Mehr Flair am Fluss

Die Grünen wollen neue Cafés, neue Kioske und neue Spielflächen an der Isar. Eine Party-Meile soll das Ganze aber trotzdem nicht werden. Bis es soweit ist, dürfte es noch eine Weile dauern.
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Der Plan der Grünen: Unter anderem am Vater-Rhein-Brunnen soll  es Gastronomie geben.
Mike Schmalz Der Plan der Grünen: Unter anderem am Vater-Rhein-Brunnen soll es Gastronomie geben.

MÜNCHEN - Die Grünen wollen neue Cafés, neue Kioske und neue Spielflächen an der Isar. Eine Party-Meile soll das Ganze aber trotzdem nicht werden. Bis es soweit ist, dürfte es noch eine Weile dauern.

Neu ist die Idee ja nicht. Die Rathaus-CSU hatte ähnliche Pläne, die Gastronomen Michael Käfer und Eckart Witzigmann auch. Jetzt wollen auch die Grünen mehr urbanes Flair an der renaturierten Isar – mit Cafés, Balkonen und Kiosken.

„Wir haben uns gefragt: Wo gibt es Möglichkeiten, die Stadt näher an die Isar zu bringen und erlebbarer zu machen?“, sagt Fraktionschef Siegfried Benker. Den Antrag dafür haben die Grünen bereits eingereicht. Darin enthalten: Vorschläge, welche Stellen am Isarufer für Umbaumaßnahmen in Frage kommen.

In der Umgebung des Vater-Rhein-Brunnens kann sich Benker Gastronomie vorstellen, am Westufer der Wittelsbacher Brücke ein Café oder einen Kiosk, einen Isarbalkon an der Erhardtstraße. Zwischen Reichenbach- und Wittelsbacherbrücke soll der Klenzesteg entstehen: eine Brücke, nur für Fußgänger und Radler.

Oberste Maxime: die Landschaftsschutzgebiete schützen

„Wir wollen aber keine Partymeile errichten“, sagt Benker. „Die Isarufer sind schließlich auch ein Ort für Ruhesuchende, das darf nicht zerstört werden. Nachdem viel Geld für die Renaturierung der Isar ausgegeben wurde ist die oberste Maxime, dass wir die Landschaftsschutzgebiete schützen.“

Ein zentraler Punkt bei den Plänen der Grünen: die bislang wenig ansprechenden Freiflächen auf der Museumsinsel. Für die Gestaltung im Zuge der Sanierungsarbeiten am Museum soll extra ein Wettbewerb ausgeschrieben werden. Hier sehen die Rathaus-Grünen großes Potenzial für Gastronomie und Spielflächen.

Ein Isar-Problem könnte durch die Grünen entlastet werden: Der Kulturstrand der Urbanauten, der in den vergangenen Jahren immer wieder für Lärmklagen sorgte – wenn es an der Isar mehrere vergleichbare Angebote gäbe.

Wer sich jetzt schon auf einen Latte Machiatto an der plätschernden Isar freut, wird aber vorerst enttäuscht. Denn diesen Sommer dürfte es mit den Plänen der Grünen noch nichts werden. Frühestens 2010 könnte es soweit sein. „Wir erwarten eine Debatte über mehrere Jahre“, mutmaßt Benker.

Christoph Landsgesell

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