3500 Bäume für München: Das kostet die Stadt 52 Millionen Euro
Die Altstadt wird sich verändern. Die Stadt will dort 150 Bäume pflanzen, 120 davon kommen in die Fußgängerzone. Um den Münchnern zu zeigen, wie das aussehen könnte, hat Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer im Sommer 2025 Sträucher in Kübeln in der Fußgängerzone aufstellen lassen.
2026 werden voraussichtlich die ersten Bäume gepflanzt. Los geht es in der Sendlinger Straße, über die viele schon lange klagen, dass es dort zu grau ist. Insgesamt sind 24 Bäume vorgesehen. Die ersten sechs sollen ab Herbst 2026 gepflanzt werden, teilt das Baureferat mit.
München wird grün: Orte in der Altstadt werden schrittweise bepflanzt
"Ab 2027 könnten weitere Baum-Standorte am Frauenplatz, Petersplatz, in der Dienerstraße und am Marienplatz umgesetzt werden", schreibt die Pressestelle des Baureferats außerdem. Nötig seien dafür noch Beschlüsse des Stadtrats.
Bäume pflanzen ist teuer. Mit einem fünfstelligen Betrag pro Baum muss man rechnen. Die Stadt muss tiefe Gruben graben, damit sich die Bäume gut entwickeln können. Auch Leitungen im Untergrund für Strom, Wasser, Telekommunikation muss die Stadt berücksichtigen.
52 Millionen Euro für 3500 Bäume
Für die stadtweite Pflanzung von 3500 Bäumen hat der Stadtrat 52 Millionen bewilligt. Die Kosten für 150 Bäume in der Altstadt kommen noch oben drauf.
Um die Finanzierung zu erleichtern, bittet die Stadt seit Sommer um Spenden.
Eine Summe im "oberen fünfstelligen Bereich" ist laut Ehbauer inzwischen zusammengekommen. Und inzwischen würden sich nicht nur Privatpersonen, sondern auch immer mehr Firmen beteiligen.
Ehbauer rechnet außerdem damit, dass die Stadt 80 Prozent der Kosten für die Baumpflanzungen durch diverse Förderprogramme von Freistaat, Bund und EU zurückbekommt. Zumindest bisher habe der Stadtrat bei den Baumpflanzungen deshalb trotz Haushaltskrise nicht gekürzt.
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