Mega-Messe München

Das Unternehmen zieht für 2015 eine positive Bilanz und rechnet 2016 mit einem Rekord-Ergebnis – sowie mit zwei neuen Hallen.
| Natalie Kettinger
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München - 2015 war gut, 2016 soll ein Rekord-Jahr werden: Auf der Jahrespressekonferenz der Messe München zog der Vorsitzende der Geschäftsführung Klaus Dittrich jetzt eine äußerst positive Bilanz. 2015 habe man zum sechsten Mal in Folge schwarze Zahlen geschrieben, so der Messe-Chef. Im neuen Jahr werde eine weitere Umsatz-Bestmarke erwartet: „2016 wird für uns alle ein großes Messe-Fest“.

Nach jüngsten Hochrechnungen habe der Konzern Messe München mit seinen rund 900 Mitarbeitern im In- und Ausland 2015 einen Umsatz von 270 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Muttergesellschaft Messe München GmbH verzeichne einen Umsatz von 225 Millionen.

 

1,9 Millionen Besucher im Messejahr 2015

 

Und obwohl das Unternehmen 42 Millionen für Zins und Tilgung des 680-Millionen-Darlehens für den insgesamt 1,2 Milliarden Euro teuren Neubau der Messe zahlen musste, sei ein Überschuss von rund zwölf Millionen geblieben. Dittrich: „Die können wir an unsere beiden Hauptgesellschafter, den Freistaat Bayern und die Landeshauptstadt München, als Zinsen auf ihr Darlehen (520 Millionen, d.Red.) für den Bau des neuen Messegeländes überweisen.“

Die 670 Mitarbeiter am Standort München dürfte diese Entwicklung freuen: Sie erhielten zum 1. Januar eine Gehaltserhöhung von 2,6 Prozent.

Obwohl 2015 laut Dittrich ein „normales Messejahr“ war, sind die Zahlen gestiegen: In München wurden über 1,9 Millionen Besucher gezählt – das sind vier Prozent mehr als im Vorjahr. Die Menge der Aussteller vergrößerte sich um zwei Prozent auf 33 000.

 

München international

 

Addiert man die Veranstaltungen im Ausland dazu – München hat Standbeine etwa in der Türkei, Südafrika, Indien und China –, kommt man auf 2,2 Millionen Besucher und 40 000 Aussteller.

Im neuen Jahr soll die Bilanz noch besser ausfallen. „Wir erwarten eine neue Bestmarke von 400 Millionen Euro Umsatz“, sagt Klaus Dittrich. Welche Strategie man dabei verfolgt, erklärt Reinhard Pfeiffer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung: „Wir sehen die größten Wachstumschancen im Ausland.“

In China, wo die Münchner seit 2005 mit der „Ispo Bejing“ präsent sind, haben sie deshalb 2015 eine weitere „Ispo“ etabliert: in Shanghai. Trotz der Wirtschaftskrise im Reich der Mitte gibt sich Messe-Chef Dittrich gelassen: „Wir spüren keine dramatischen Einbrüche. Es gibt weiterhin Wachstumsraten – wenn auch im einstelligen und nicht mehr im zweistelligen Bereich.“

 

Auslandsmessen sind wichtig für München

 

Besonders stolz ist man in München darauf, dass man das Portfolio im Dezember 2015 erneut erweitern konnte: mit dem Kauf der weltweit fünftgrößten Baumaschinenmesse, der „CTT Expo Moskau“, der durch Gewinne aus dem Auslandsgeschäft finanziert wurde. Mit 50 000 Quadratmetern sei die CTT die größte Messe in Russland, sagt Auslandsgeschäftsführer Stefan Rummel. „Sie ist die ideale Ergänzung unseres weltweiten Baumaschinen Clusters. An dessen erster Stelle steht die Weltleitmesse bauma in München. Dazu kommen regionale Tochtermessen in China, Indien und Südafrika.“

Bis Ende des Jahres solle der Umsatzanteil des Auslandsgeschäftes von 15 auf 22 Prozent gesteigert werden. Hintergrund laut Stefan Rummel: „Die Auslandsmessen erhöhen die Strahlkraft der Muttermesse in München.“ Mit jedem Engagement im Ausland wachse die Aussteller-Zahl in der Heimat.

Daher sollen 2016 auch im Iran – eine Lockerung in den Beziehungen vorausgesetzt – sechs Messen mit Münchner Unterstützung organisiert werden. Die Messe-Tochtergesellschaft „Imag“ ist dort bereits seit 1960 aktiv.

Natürlich bleibe bei all diesen Investitionen ein unternehmerisches Risiko, sagt Klaus Dittrich. „Aber dem müssen wir uns stellen, um den Standort München nicht zu gefährden.“ Zumal dort ab Juni zwei weitere Messehallen errichtet werden.

Einen Wunsch für die Zukunft haben die Messe-Verantwortlichen übrigens auch: den vierspurigen Ausbau der S2 und damit die unmittelbare Anbindung an den Flughafen. Deshalb hat der Konzern im Sommer 2015 das S-Bahn-Bündnis Ost initiiert. „Die Messe wächst überdurchschnittlich“, sagt Klaus Dittrich. „Deshalb muss auch die Infrastruktur verbessert werden.“

 

Das aktuelle Ausstellungsjahr:

 

Sport, Spaß, Spezialisten: Auch heuer finden in München wieder zahlreiche Messen statt. Die Highlights:

? Los geht das Messe-Jahr dieses Wochenende mit der „Trendset“, einer Konsumgüter-Fachmesse für Lebensart.

? Bei der „opti 2016“ dreht sich vom 15. bis zum 17. Januar alles um Optik und modernes Design.

? Vom 24. bis 27. Januar zeigen internationale Aussteller neue Trends aus der Welt des Sports auf der „Ispo Munich“. Dem Thema „Gesundheit, Fitness und Prävention“ ist eine eigene Halle gewidmet.

?  Vom 24. Februar bis zum 1. März findet die Internationale Handwerksmesse statt.

? Die „Inhorgenta Munich“, die „Leitmesse für bezahlbaren Luxus“, findet 2016 vom 12. bis zum 15. Februar statt.

? Traumziele und Freizeit-Tipps präsentieren die Aussteller auf der „f.r.e.e“ zwischen 10. und 14. Februar.

? Die Best-Ager-Messe „Die 66“ lockte 2014 weit über 45 000 Besucher ins MOC, vom 8. bis 10. April sollen es noch mehr werden.

? Bei der „bauma“, der mit 605 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche größten Messe der Welt, dreht sich von 11. bis 17. April alles um Baumaschinen und -geräte.

? Experten aus dem Bereich der Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft treffen sich vom 30. Mai bis zum 3. Juni bei der „Ifat“. Am Vorabend werden die „Green Tech Awards“, die „Umwelt-Oscars“ für ökologisches Engagement verliehen.

? Auf der „Expo Real“ diskutieren Fachleute vom 4. bis 6. Oktober über Immobilien und Investitionen.

? Bauen, Einrichten, Heimwerkern und Wohnen stehen im Fokus der „Heim + Handwerk“ vom 23. bis 27. November.

 

 

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