Maibock-Anstich: Djangos Rede in Bildern

Fahrenschon und Söder, Die Stammstrecke, Müller Brot und das Betreuungsgeld: Django Asül liest den Politikern die Leviten. Hier gibt's die Rede zum Klicken.
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Django Asül bläst den Politikern im Hofbräuhaus den Marsch. Hier gibt's die Highlights aus der Rede vom Maibock-Anstich in Bildern. Django über...
imago 10 Django Asül bläst den Politikern im Hofbräuhaus den Marsch. Hier gibt's die Highlights aus der Rede vom Maibock-Anstich in Bildern. Django über...
...Georg Fahrenschon: "Fahrenschon hat immer mit offenen Karten gespielt. Drum war sein Chef Seehofer der Erste, der von seinen Abwanderungsplänen erfahren hat. Aus den Medien. Warum hat Fahrenschon den Arbeitsplatz gewechselt? Fußballer sagen da gerne: Sie wollen eine andere Kultur kennenlernen. Für Georg bedeutete das: Arbeit halbieren, Gehalt verfünffachen."
Foto: Frank Leonhardt, dpa 10 ...Georg Fahrenschon: "Fahrenschon hat immer mit offenen Karten gespielt. Drum war sein Chef Seehofer der Erste, der von seinen Abwanderungsplänen erfahren hat. Aus den Medien. Warum hat Fahrenschon den Arbeitsplatz gewechselt? Fußballer sagen da gerne: Sie wollen eine andere Kultur kennenlernen. Für Georg bedeutete das: Arbeit halbieren, Gehalt verfünffachen."
...Markus Söder: "Warum er Finanzminister geworden ist? Ganz einfach: Warum nicht? Wobei Seehofer betont hat, wie viele Alternativen er gehabt hätte. Er meinte, da gäbe es diesen Herrn Pschierer. Der sei Staatssekretär im Finanzministerium, hätte unheimlich viel Ahnung von der Materie, könne es aber da draußen nicht so gut erklären. Drum hätte er sich gedacht, er nimmt lieber die Frau Haderthauer. Die hätte nämlich überhaupt keine Ahnung von der Materie. Könne es aber sehr gut erklären.
Und dann erst hat er sich gedacht: Dann nimmt er lieber den Söder. Weil der kann weder das eine noch das andere."
Daniel Karmann, dpa 10 ...Markus Söder: "Warum er Finanzminister geworden ist? Ganz einfach: Warum nicht? Wobei Seehofer betont hat, wie viele Alternativen er gehabt hätte. Er meinte, da gäbe es diesen Herrn Pschierer. Der sei Staatssekretär im Finanzministerium, hätte unheimlich viel Ahnung von der Materie, könne es aber da draußen nicht so gut erklären. Drum hätte er sich gedacht, er nimmt lieber die Frau Haderthauer. Die hätte nämlich überhaupt keine Ahnung von der Materie. Könne es aber sehr gut erklären. Und dann erst hat er sich gedacht: Dann nimmt er lieber den Söder. Weil der kann weder das eine noch das andere."
...Die zweite Stammstrecke: In diesem Jahr bin ich nicht nur Redner, sondern auch Schlichter. Da haben sich einige leider heillos verrannt. Stichwort: Zweite S-Bahn-Stammstrecke. Auch genannt Transrapid für Arme. Ude sagt: Die Stadt ist nicht zuständig – ich bin doch nicht blöd und finanziere dem Seehofer seinen Wahlkampf vor.

Jetzt ist ja besagter Seehofer zum Glück nicht nur Parteichef, sondern auch für Deeskalation zuständig. Drum hat sich der Horst gedacht, da muss jetzt mal eine neutrale Stelle von außerhalb intervenieren. Also hat der Horst in Berlin den Ramsauer angerufen und gesagt: Du, Peter, angeblich bist du jetzt Verkehrsminister. Könntest du mal mit dem Ude reden?

Ramsauer hat sich gedacht, vielleicht ist es noch diplomatischer, wenn er nicht direkt mit dem Ude spricht, sondern nur über ihn.

Ramsauers Kommentar lautete dann original: „Wenn von der Investitionssumme her manche Dinge schlicht und einfach nicht ausgehen, dann kann man sich nicht mit seinem OB-Hintern irgendwo in eine gesetzliche Nische festfressen.“

Das hat dann sofort die Biologen auf den Plan gerufen. Die haben gesagt: Sollte es tatsächlich möglich sein, sich mit dem Hintern irgendwo fest zu fressen, wäre das der letzte Beweis für die Existenz von Arschgesichtern.
dpa 10 ...Die zweite Stammstrecke: In diesem Jahr bin ich nicht nur Redner, sondern auch Schlichter. Da haben sich einige leider heillos verrannt. Stichwort: Zweite S-Bahn-Stammstrecke. Auch genannt Transrapid für Arme. Ude sagt: Die Stadt ist nicht zuständig – ich bin doch nicht blöd und finanziere dem Seehofer seinen Wahlkampf vor. Jetzt ist ja besagter Seehofer zum Glück nicht nur Parteichef, sondern auch für Deeskalation zuständig. Drum hat sich der Horst gedacht, da muss jetzt mal eine neutrale Stelle von außerhalb intervenieren. Also hat der Horst in Berlin den Ramsauer angerufen und gesagt: Du, Peter, angeblich bist du jetzt Verkehrsminister. Könntest du mal mit dem Ude reden? Ramsauer hat sich gedacht, vielleicht ist es noch diplomatischer, wenn er nicht direkt mit dem Ude spricht, sondern nur über ihn. Ramsauers Kommentar lautete dann original: „Wenn von der Investitionssumme her manche Dinge schlicht und einfach nicht ausgehen, dann kann man sich nicht mit seinem OB-Hintern irgendwo in eine gesetzliche Nische festfressen.“ Das hat dann sofort die Biologen auf den Plan gerufen. Die haben gesagt: Sollte es tatsächlich möglich sein, sich mit dem Hintern irgendwo fest zu fressen, wäre das der letzte Beweis für die Existenz von Arschgesichtern.
...Wirtschaftsminister Martin Zeil: Zeil will immer irgendwas ausbauen. Der Mann ist voller Tatendrang. Ein Herzensanliegen für Zeil ist zum Beispiel die Digitalisierung Bayerns. Bis 2018 sollen alle bayerischen Haushalte über eine schnelle Internetverbindung verfügen. Gerade weil Sprit immer teurer wird, sollen kleinere Pakete dann per E-Mail verschickt werden.

Wenns um das Thema Schnelligkeit geht, ist der Zeil der richtige Mann. Für schnelles Internet lässt der Wirtschaftsminister auch was springen. Und zwar in dem Fall ungefähr fünf Prozent der Summe, die tatsächlich nötig ist. Fünf Prozent gelten bei der FDP mittlerweile als grandioses Resultat.
dpa 10 ...Wirtschaftsminister Martin Zeil: Zeil will immer irgendwas ausbauen. Der Mann ist voller Tatendrang. Ein Herzensanliegen für Zeil ist zum Beispiel die Digitalisierung Bayerns. Bis 2018 sollen alle bayerischen Haushalte über eine schnelle Internetverbindung verfügen. Gerade weil Sprit immer teurer wird, sollen kleinere Pakete dann per E-Mail verschickt werden. Wenns um das Thema Schnelligkeit geht, ist der Zeil der richtige Mann. Für schnelles Internet lässt der Wirtschaftsminister auch was springen. Und zwar in dem Fall ungefähr fünf Prozent der Summe, die tatsächlich nötig ist. Fünf Prozent gelten bei der FDP mittlerweile als grandioses Resultat.
...Die Bayern-SPD: Die SPD-Spitze war einstimmig der Meinung: Wenn wir eine Chance haben wollen, brauchen wir einen Kandidaten, den niemand mit der SPD in Verbindung bringt. So kam man auf den Ude.
Da war auf einmal eine Euphorie bei den Sozis! Wie wenn der Messi zu den 60ern geht. Die Realisten in der SPD haben das aber schnell relativiert. Der Messi ist er vielleicht nicht für uns, haben die gesagt, aber zumindest der Messias.
az 10 ...Die Bayern-SPD: Die SPD-Spitze war einstimmig der Meinung: Wenn wir eine Chance haben wollen, brauchen wir einen Kandidaten, den niemand mit der SPD in Verbindung bringt. So kam man auf den Ude. Da war auf einmal eine Euphorie bei den Sozis! Wie wenn der Messi zu den 60ern geht. Die Realisten in der SPD haben das aber schnell relativiert. Der Messi ist er vielleicht nicht für uns, haben die gesagt, aber zumindest der Messias.
...Margarete Bause: Letztes Jahr hab ich hier noch erzählt, dass die Margarete Bause sich mit dem Seehofer immer besser versteht. Jetzt flirtet die Margarete nur noch mit dem Christian. Sehr sprunghaft, Frau Bause! Passen Sie bissl auf. Sonst enden Sie noch als Vollkornausgabe von der Gabriele Pauli.
dpa 10 ...Margarete Bause: Letztes Jahr hab ich hier noch erzählt, dass die Margarete Bause sich mit dem Seehofer immer besser versteht. Jetzt flirtet die Margarete nur noch mit dem Christian. Sehr sprunghaft, Frau Bause! Passen Sie bissl auf. Sonst enden Sie noch als Vollkornausgabe von der Gabriele Pauli.
...Dritte Startbahn: Die Grünen sind ja strikt dagegen. Und Ude strikt dafür. Jetzt hat man sich geeinigt: Man verzichtet auf die dritte Startbahn. Und baut dafür gleich die vierte.
dpa/Tobias Hase 10 ...Dritte Startbahn: Die Grünen sind ja strikt dagegen. Und Ude strikt dafür. Jetzt hat man sich geeinigt: Man verzichtet auf die dritte Startbahn. Und baut dafür gleich die vierte.
...Hubert Aiwanger: Der Aiwanger Hubert, auch genannt der Königsmacher. Beim Aiwanger habe ich mich getäuscht. Letztes Jahr habe ich beim Maibock noch gesagt: Aiwanger, es kann sein, dass du ab Herbst 2013 wieder was arbeiten musst. Das hat ihn scheinbar angestachelt. Jetzt ist der Hubert der große Strippenzieher im Hintergrund. Die Baywa-Ausgabe von Dominique Strauss-Kahn. Wobei man dem Hubert eines zu Gute halten muss: Im Gegensatz zum Strauss-Kahn lebt er seinen Sexismus nur im Internet aus.

Jetzt ist der Aiwanger der Chef der Opposition und gibt kluge Ratschläge. Von den Grünen könnte mehr Innovationskraft kommen, hat er gesagt. Und dem Ude hat er geraten, mehr landespolitische Themen zu besetzen. Aiwanger, jetzt brauchst bloß noch eine Zigarette. Und schon bist Niederbayerns Antwort auf Helmut Schmidt.

(...)

Falls es doch nicht für die absolute Mehrheit reicht. Gut, der Ude war schon bei Dir aufm Bauernhof zum Ferkelstreicheln. Der Seehofer lädt dich mal nach München ein. Ferkel gibt es da zwar nicht. Aber dafür darfst dann den Fraktionschef Georg Schmid streicheln. Das überlässt der Horst traditionell gerne anderen.
dpa 10 ...Hubert Aiwanger: Der Aiwanger Hubert, auch genannt der Königsmacher. Beim Aiwanger habe ich mich getäuscht. Letztes Jahr habe ich beim Maibock noch gesagt: Aiwanger, es kann sein, dass du ab Herbst 2013 wieder was arbeiten musst. Das hat ihn scheinbar angestachelt. Jetzt ist der Hubert der große Strippenzieher im Hintergrund. Die Baywa-Ausgabe von Dominique Strauss-Kahn. Wobei man dem Hubert eines zu Gute halten muss: Im Gegensatz zum Strauss-Kahn lebt er seinen Sexismus nur im Internet aus. Jetzt ist der Aiwanger der Chef der Opposition und gibt kluge Ratschläge. Von den Grünen könnte mehr Innovationskraft kommen, hat er gesagt. Und dem Ude hat er geraten, mehr landespolitische Themen zu besetzen. Aiwanger, jetzt brauchst bloß noch eine Zigarette. Und schon bist Niederbayerns Antwort auf Helmut Schmidt. (...) Falls es doch nicht für die absolute Mehrheit reicht. Gut, der Ude war schon bei Dir aufm Bauernhof zum Ferkelstreicheln. Der Seehofer lädt dich mal nach München ein. Ferkel gibt es da zwar nicht. Aber dafür darfst dann den Fraktionschef Georg Schmid streicheln. Das überlässt der Horst traditionell gerne anderen.
...Bayerns Einigkeit: Kein Ministerpräsident hat sich für Albrecht Dürer so reingehängt wie Seehofer Anfang des Jahres. Bis dahin hielten die meisten Bayern Albrecht Dürer für einen ICE.

Und jetzt ging es darum, ob man einem Dürer-Bild den Transport von München nach Nürnberg zumuten kann. Den Ude hätte man da nicht fragen brauchen. Der hätte gleich gesagt: Niemals! So ein wertvolles Bild darf Bayern nicht verlassen.

Diese Streitereien gingen Seehofer an die Nieren. Er ist ja bekannt für seine Harmoniesucht. Und dann machten sich die ultimativen Kunstexperten auf, um zu schlichten. Horst Seehofer und Kunstminister Heubisch. Als Zahnarzt pflegt ja der Heubisch ein sentidentales Verhältnis zur Kunst.

Und diese beiden Herren besiegelten dann einen Kompromiss, mit dem ganz Bayern wieder befriedet wurde. Und mit dem vor allem die Nürnberger hochzufrieden sein können: Das Bild bleibt in München. Dafür steigt Fürth in die erste Liga auf.

Die Einheit Bayerns ist ein hohes Gut. Und drum drücken wir alle Bayern die Daumen. Vor allem am 19. Mai. Danke und bis nächstes Jahr.
dpa 10 ...Bayerns Einigkeit: Kein Ministerpräsident hat sich für Albrecht Dürer so reingehängt wie Seehofer Anfang des Jahres. Bis dahin hielten die meisten Bayern Albrecht Dürer für einen ICE. Und jetzt ging es darum, ob man einem Dürer-Bild den Transport von München nach Nürnberg zumuten kann. Den Ude hätte man da nicht fragen brauchen. Der hätte gleich gesagt: Niemals! So ein wertvolles Bild darf Bayern nicht verlassen. Diese Streitereien gingen Seehofer an die Nieren. Er ist ja bekannt für seine Harmoniesucht. Und dann machten sich die ultimativen Kunstexperten auf, um zu schlichten. Horst Seehofer und Kunstminister Heubisch. Als Zahnarzt pflegt ja der Heubisch ein sentidentales Verhältnis zur Kunst. Und diese beiden Herren besiegelten dann einen Kompromiss, mit dem ganz Bayern wieder befriedet wurde. Und mit dem vor allem die Nürnberger hochzufrieden sein können: Das Bild bleibt in München. Dafür steigt Fürth in die erste Liga auf. Die Einheit Bayerns ist ein hohes Gut. Und drum drücken wir alle Bayern die Daumen. Vor allem am 19. Mai. Danke und bis nächstes Jahr.

Fahrenschon und Söder, Die Stammstrecke, Müller Brot und das Betreuungsgeld: Django Asül liest den Politikern die Leviten. Hier gibt's die Rede zum Klicken.

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