Mädchen in Münchner S-Bahn von Mann sexuell belästigt

Ein 58 Jahre alter Schwarzfahrer will in einer S6 eine minderjährige Schülerin küssen. Die Bundespolizei nimmt den Mann fest, die Ermittlungen laufen. Die Minderjährige wird als Zeugin gesucht. 
Ralph Hub
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Die Bundespolizei in München sucht ein Mädchen, dass in der vergangenen Woche von einem 58-Jährigen in einer S6 sexuell belästigt wurde. (Symbolbild)
Die Bundespolizei in München sucht ein Mädchen, dass in der vergangenen Woche von einem 58-Jährigen in einer S6 sexuell belästigt wurde. (Symbolbild) © Bundespolizei

Zwei S-Bahn-Mitarbeiter haben in einer S6, die am Mittwochabend gegen 19 Uhr stadteinwärts unterwegs war, die Fahrscheine der Passagiere kontrolliert. Dabei kamen sie auf Höhe der Haltestelle Trudering auch zu einem 58 Jahre alten Mann. Der Deutsche konnte kein Ticket vorzeigen. Während der Kontrolle sprach ein junges Mädchen die Bahnmitarbeiter plötzlich an. „Sie wirkte aufgewühlt“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Der 58-jährige Mann habe versucht, sie zu küssen, berichtete die Minderjährige. Kurz darauf stieg das bisher nicht identifizierte Mädchen am Leuchtenbergring aus der S-Bahn aus. Warum die mutmaßlich Geschädigte verschwand, ohne ihre Personalien zu hinterlassen, ist derzeit nicht bekannt. Die beiden Bahnmitarbeiter waren zu diesem Zeitpunkt auf den 58-jährigen Schwarzfahrer konzentriert.

Opfer wird als Zeugin gesucht

Die Bundespolizei hat inzwischen Ermittlungen wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung gegen den Verdächtigen aufgenommen, sowie eine Anzeige erstattet wegen Erschleichens von Leistungen. Die Bundespolizei bittet Zeugen, die am Mittwochabend in der S6 unterwegs waren, sowie das unbekannte Mädchen, sich mit den Ermittlungsbehörden in Verbindung zu setzen. Wer sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich bei der Bundespolizei München unter Telefon 089/515550-0 zu melden.

Studie: Frauen und Mädchen fühlen sich im ÖPNV nicht sicher

München gilt als sicherste Großstadt Deutschlands. Doch besonders junge Frauen, die nachts mit Bussen und Bahnen unterwegs sind, fühlen sich laut einer Studie des Kreisjugendrings unsicher. Laut dem am Freitag vorgestellten neuen Sicherheitsreport 2025 stieg die Zahl der Straftaten im ÖPNV. Demnach wurden im vergangenen Jahr 15.601 Delikte im Bereich des ÖPNV verzeichnet. Das ist eine Zunahme um 676 Fälle, ein Plus von 4,5 Prozent. Im März 2026 hat die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn (DB) und der Polizei eine neue Informationskampagne entwickelt. Ziel ist es, das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste in U-Bahn, Bus, Tram- und S-Bahn zu stärken.

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