M-Bäder: Eintritt wird teurer

Für Besucher der Münchner Schwimmbäder klingt das nach einem schlechten Scherz - die Stadtwerke aber spaßen nicht: Ab dem 1. April kostet der Eintritt 20 Cent mehr. Die Gesellschaft hat dicke Finanzprobleme.
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Teures Vergnügen: Die M-Bäder erhöhen die Preise - pünktlich zur Freibadsaison.
Camay Sungu Teures Vergnügen: Die M-Bäder erhöhen die Preise - pünktlich zur Freibadsaison.

MÜNCHEN - Für Besucher der Münchner Schwimmbäder klingt das nach einem schlechten Scherz - die Stadtwerke aber spaßen nicht: Ab dem 1. April kostet der Eintritt 20 Cent mehr. Die Gesellschaft hat dicke Finanzprobleme.

Der Grund für die Erhöhung sind massive Schulden und höhere Betriebskosten der M-Bäder. Wer ab April baden will, muss 20 Cent mehr bezahlen - bis auf Kinder und Jugendliche, München-Pass-Besitzer, Schwerbehinderte ab 50 Prozent, Wehrdienstleistende und Zivis. Sie zahlen 10 Cent mehr.

Freibäder werden um 6 Prozent teurer

Das beliebteste Hallenbad der Stadt, die Olympia-Schwimmhalle, kostet jetzt für Erwachsene 3,80 statt 3,60 Euro (3 Stunden) - so auch das Nordbad. Müller'sches Volksbad und Cosimawellenbad ohne Zeitbegrenzung: 3,70 statt 3,50 Euro. 3 Stunden im Michaelibad kosten 4,40 statt bisher 4,20 Euro.

In allen Freibädern kostet der Eintritt jetzt 3,40 statt 3,20 Euro - eine gscheite Erhöhung um 6,25 Prozent. Die Saunen werden auch teurer - um 50 Cent: Für 4 Stunden im Dante- oder Nordbad löhnt man in zwei Wochen 14 statt 13,50 Euro.

Sparen ist trotzdem möglich: In allen Hallenbädern gelten weiterhin die "Früh- und Spätschwimmerpreise". Frühpreise gibt's werktags zweieinhalb Stunden ab Betriebsbeginn, Spätpreise täglich eineinhalb Stunden vor Schluss. Der Abendpreis Sauna gilt täglich ab 20 Uhr. Die Familien-Tickets des Westbads kosten auch diese Saison 25,50 Euro.

Die Tickets decken nur 40 Prozent der Kosten

Das jährliche Defizit der Gesellschaft belaufe sich auf einen höheren zweistelligen Millionenbetrag. Dazu kommen höhere Kosten für Personal, Wasser und Energie. "Was Wasser und Energie angeht, sind die M-Bäder auch nur Kunden der Stadtwerke", sagt Sprecherin Bettina Hess - und die hatten den Preis für Gas und Strom im vergangenen Halbjahr deutlich erhöht.

Selbst die höheren EIntrittspreise können die Schuldenlast nicht senken: "Die Erlöse decken nur 40 Prozent unserer Kosten ab", sagt Hess - um wirtschaftlich zu arbeiten, müssten die Tickets je nach Bad sogar doppelt oder vier Mal so hoch sein. Das Südbad würde dann statt 3,60 Euro für drei Stunden 7,20 oder gar 14,40 Euro kosten.

Thomas Gautier

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