L'Osteria-Chef sauer: "Coronagipfel eine Farce"

Die Beschlüsse von Bund und Ländern sorgen vor allem in der Gastronomie für Unverständnis. Der Chef der L'Osteria-Kette macht seinem Ärger nun Luft. Und auch ein CSU-Stadtrat hat wenig Verständnis für das aktuelle Vorgehen.
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L'Osteria-Chef Mirco Silz.
L'Osteria-Chef Mirco Silz. © L'Osteria

München - Nach der Marathon-Sitzung am Dienstag hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigt, in Bayern bis zum Ende der Osterferien keine weiteren Öffnungsschritte zuzulassen. Außengastronomie, die mit Schnell- oder Selbsttest möglich gewesen wäre, ist damit auch über die Feiertage nicht erlaubt.

Das sorgt in der Branche für Unverständnis. Mirko Silz, Vorstandsvorsitzender der L'Osteria-Kette, macht seinem Ärger nun in einem Brief Luft. "Wir hätten uns gewünscht, dass hier endlich zugunsten unserer Branche abgewogen wird und wir zumindest je nach regionalen Inzidenzen oder gewichteten Risikowerten öffnen dürfen. Das hätten nicht nur wir längst verdient, die wir seit nunmher rund 150 Tagen unverschuldet geschlossen haben, sondern auch unsere potenziellen Gäste", schreibt Silz. Er ist mit mehreren Restaurants auch in München vertreten.

Gastronomie "inzwischen wütend"

Vor allem, dass zwischenzeitlich Mallorca-Reisen ohne Quarantäne oder Testpflicht genehmigt waren, macht Silz sauer. "Gleichzeitig bangen zwei Millionen Menschen, die in der Gastronomie beschäftigt sind, weiterhin um ihre Existenz. Was uns vorher zermürbt hat, macht uns inzwischen wütend."

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Für den 29-Jährigen sind die Corona-Gipfel von Bund und Ländern "mittlerweile zu einer Farce verkommen. Die gesamte Branche steckt seit Monaten in einem dunklen Tunnel fest und wir benötigen dringend Licht", so Silz.

CSU-Stadtrat Theiss kritisiert Corona-Beschlüsse

Kritik an den Beschlüssen der MPK von Dienstag kam auch aus dem Münchner Stadtrat. Hans Theiss, der für die CSU im Rathaus sitzt, fand  auf Instagram harsche Worte.

Anzeige für den Anbieter Instagram über den Consent-Anbieter verweigert

"Wir können doch in der 3. Welle bei einer drohenden 4. Welle nicht immer nur auf Knallhartlockdowns in Endlosschleife setzen und darauf hoffen, dass die Impfung uns erlöst – diese Strategie ist mir viel zu eindimensional", so Theiss.

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Mit der Kritik an dem ursprünglich verkündeten Mini-Teil-Lockdown über Ostern gab es bundesweit Kritik. Keinen Tag später machte Bundeskanzlerin Merkel dann die Rolle rückwärts und verkündete, die "erweiterte Ruhezeit" doch nicht umzusetzen.

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