Welcher Busfahrer ist in München am beliebtesten?

Freundliches Lächeln, Geduld im Stau, ein Scherz am Steuer: Busfahrer prägen den Alltag vieler Münchner. Beim Wettbewerb "LieblingsbusfahrerIn" können Fahrgäste ihre Favoriten nominieren. 
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Lieblingsbusfahrer gesucht! Beim bundesweiten Wettbewerb können Fahrgäste ihre Favoriten nominieren. Im Bild zu sehen ist der MVG-Busfahrer Thomas Bachert.
Lieblingsbusfahrer gesucht! Beim bundesweiten Wettbewerb können Fahrgäste ihre Favoriten nominieren. Im Bild zu sehen ist der MVG-Busfahrer Thomas Bachert. © Daniel von Loeper

Sie bringen Menschen zur Arbeit, zu Konzerten, zum Einkaufen – und spätabends wieder nach Hause. Busfahrerinnen und Busfahrer prägen den Alltag vieler Münchner. Manche bleiben besonders in Erinnerung: mit einem freundlichen Lächeln, einem kurzen Scherz oder weil sie geduldig warten, bis noch jemand angerannt kommt.

Genau solche Geschichten sucht der Wettbewerb "LieblingsbusfahrerIn 2026". Noch bis zum 31. Mai können Fahrgäste bundesweit ihre Favoriten nominieren – und erzählen, warum ihnen eine Begegnung im Bus im Kopf geblieben ist.

Neue Kategorien

Zum Auftakt der neuen Runde lädt das Fernbusunternehmen Flix SE in seine Zentrale an der Friedenheimer Brücke. In diesem Jahr erweitert der Wettbewerb sein Programm: Erstmals gibt es eine eigene Kategorie für Fernbusfahrer.

Daneben bleiben die bisherigen Auszeichnungen bestehen – für "Alltagsheld:innen", "Außergewöhnliche Leistung" und "Schulbus".

Neu ist außerdem ein lokaler Sonderpreis: der oder die "Münchner LieblingsbusfahrerIn". "Unsere Fahrerinnen und Fahrer leisten jeden Tag Großartiges für die Menschen in München", sagt Ingo Wortmann, Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). "Dieser Preis macht ihre Leistung sichtbar und stärkt den öffentlichen Nahverkehr vor Ort."

Busfahren als Frau?

Geraldine Ojukwu Uzonwanne sitzt seit zwei Jahren hinter dem Steuer der MVG-Busse. "Ich fahre einfach gern", sagt die 46-Jährige und lacht. Dass sie als Frau einen großen Linienbus lenkt, sorgt bei manchen Fahrgästen noch immer für überraschte Blicke. "Einige denken vielleicht, so ein Bus sei zu groß für mich", erzählt sie. "Aber für mich ist das wie Autofahren."

Was sie an ihrem Job besonders schätzt, sind die Menschen. "Wenn jemand beim Aussteigen sagt: Danke für die angenehme Fahrt – dann weiß ich, dass ich meinen Job gut gemacht habe." Sie lächelt oft, sagt sie. "Und ungefähr 70 Prozent der Fahrgäste lächeln zurück."

Die Busfahrer Geraldine Ojukwu Uzonwanne und Thomas Bachert mit MVG-Chef Ingo Wortmann (links).
Die Busfahrer Geraldine Ojukwu Uzonwanne und Thomas Bachert mit MVG-Chef Ingo Wortmann (links). © Daniel von Loeper

Auch Thomas Bachert erlebt solche Momente regelmäßig. Seit 28 Jahren fährt der 52-Jährige Busse durch München.

Die meisten Begegnungen verlaufen freundlich, sagt er. "Wenn jemand einsteigt und sich gleich aufregt, denke ich mir: Ich bin vielleicht acht Minuten zu spät, aber da war ein Rollstuhlfahrer, der länger gebraucht hat, oder es war Stau. Wenn man das kurz erklärt, haben die meisten Verständnis", erzählt er.

Auch er schätzt die kleinen Gesten: "Wenn Kinder aussteigen und mir zum Abschied winken – das macht den Tag wieder gut, selbst wenn man vorher schlechte Laune hatte."

Was sich Busfahrer wünschen

Was den Beruf attraktiver machen würde? Bachert muss nicht lange überlegen. "Ein friedlicheres Miteinander", sagt er. Und natürlich: bessere Bezahlung. In den vergangenen Wochen streikten Beschäftigte der MVG mehrfach. "Am Ende geht jeder wegen des Geldes zur Arbeit", sagt Bachert. "Ein bisschen mehr im Geldbeutel wäre schon schön."

Lieblingsbusfahrer nominieren

Noch bis zum 31. Mai können Fahrgäste ihre Lieblingsbusfahrer vorschlagen – mit einer kurzen Geschichte oder einem Foto unter www.lieblingsbusfahrerin.de.

Und wenn man den Namen des Fahrers gar nicht kennt? Kein Problem, sagt Eike Arnold vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). "Oft reichen eine Liniennummer, die Uhrzeit oder eine Beschreibung. Bisher haben wir unsere Busfahrer fast immer gefunden."

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  • HanneloreH vor 5 Minuten / Bewertung:

    Wenn man die Fahrgäste so beobachtet vor allem beim ein und aussteigen, die Nase nur noch auf das künstliche Hirn gerichtet, da kann doch keiner mehr sagen ob ein Mann oder eine Frau am Steuer ist oder war.
    Bei den Fahrern haben bestimmt die wenigsten noch Lust auf nen Witz oder auf ein Lächeln bei den rücksichtslosen anderen Verkehrsteilnehmern ( incl Fahrgäste) .
    Trotzdem Hut ab vor unseren Fahrern und Fahrerinnen

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  • Der Münchner vor 44 Minuten / Bewertung:

    In der heutigen Zeit ist der Name Kraftfahrer überflüssig geworden!
    Heutzutage gibt es soviel unterstützende Geister in Kfz oder im Lkw das man von einem Kraftfahrer wirklich nicht mehr reden kann.
    Jeder kann heutzutage Lkw oder Bus fahren, (Unterschied, beim Bus sitzt der Fahrer vor der Achse)
    der etwas räumliches Denken und ein Gefühl für Größe hat.
    Ich habe meine Lkw und Bus Führerscheine 1972 beim Bund gemacht.
    Zum lenken eines 5 Tonner MAN hast manchmal Unterstützung vom Beifahrer gebraucht.
    Schaltweg des Ganghebels fast ein Meter. Synchronisiertes Getriebe, Bremskraftverstärker oder Servolenkung das waren Fremdwörter.
    Reifenwechsel war Schwerstarbeit.
    Heute fährst jeden modernen Lkw ohne jede Anstrengung.
    MVG Busse fahren alle mit Automatikgetriebe, die brauchen nicht mal mehr Schalten.

    Deshalb wird nicht der Beste gewählt, sondern der Freundlichste!

    PS: Möchte mal so einen jungen MVG Fahrer in den Bergen auf so mancher Passstraße erleben, oder besser lieber doch nicht!

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  • Newi83 vor einer Stunde / Bewertung:

    Starkes Bremsen und ruckartiges Halten erhöhen den Verschleiß und die Kosten. Sollte man Busfahrern mal mitgeben. Zudem ist es unangenehm für eingeschränkte Fahrgäste

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