Lange Nacht der Musik in München: Über 400 Konzerte an 100 Orten

Schon seit einem Vierteljahrhundert verwandelt sich München an einem Abend im Jahr zu einem riesigen Musikspektakel. Dann klingt und schwingt es in Kirchen, Museen, Hochschulen, Kneipen, Clubs und an vielen anderen Orten bis tief in die Nacht: Heuer findet die Lange Nacht der Musik am 9. Mai von 20 Uhr bis 2 Uhr statt.
Auf dem Programm stehen mehr als 400 Konzerte an 100 Orten. Auch an ungewöhnlichen Locations wird gespielt oder gesungen, wie zum Beispiel wieder in den Gondeln des Riesenrads Umadum im Werksviertel.

Das Ticket für 20 Euro (plus Vorverkaufsgebühr) berechtigt dazu, alle Spielorte zu besuchen und die MVG-Shuttlebusse zu nutzen. Eine Auswahl aus dem überreichen Angebot:
Große Häuser, große Klänge: In den Räumen des BiZ der Agentur für Arbeit präsentiert die ZAV-Künstlervermittlung 13 Auftritte – von Jazz- und Pop-Gesang des preisgekrönten Don Camillo Chors bis hin zum Polizeiorchester und Mitsing-Konzert.
Der Gasteig HP8 feiert auch sein 40-jähriges Bestehen
In der prächtigen Theatinerkirche St. Kajetan erklingen Meisterwerke von Barock bis Romantik. Es singt die Vokalkapelle unter der Leitung des Organisten Riccardo Ricci.
Der Gasteig HP8 feiert sein 40-jähriges Bestehen mit der Kultreihe Same Old Song sowie einer Silent Disco im Freien am Kulturkraftwerk. Derweil spielen im Fat Cat (dem alten Gasteig) in der Black Box und im Milla Café Künstlerinnen und Künstler aus dem Haus. Von Klassik über Jazz, Indie, Rap und Pop bis hin zu Elektro und Drag-Show ist alles vertreten.

Unter dem Motto Brahms & Beats verbinden die Münchner Symphoniker in der Stadtsparkasse München klassische Musik mit Walzer, Polka und Foxtrott, bevor das Salonorchester den Abend beschließt. Auch die Bayerische Staatsoper ist mit Verdis Il trovatore sowie Einblicken hinter die Kulissen Teil des Programms.
In der Hochschule für Musik und Theater gibt es französische Barockmusik zu hören und später am Abend Orgelmusik.
Tuba-Klänge im Museum
Im staatlichen Museum Ägyptischer Kunst treten Nau von Maxjoseph auf. Die Musiker spielen Geige, Steirische Harmonika, Gitarre und Tuba.
Eher selten ertönt an diesen Orten Musik: In der Galerie Weltraum tritt das Elektropop-Duo Schlachtbach mit minimalem Setup auf; die Buchhandlung Lehmkuhl wird zur Bühne für das Jazzquintett Elevation.
Im Alten- und Service-Zentrum Haidhausen tritt der Shanty-Chor Seelords auf, später gibt es auch Oldies, Jazz und Soul. Derweil sorgen in der Kletterhalle Heavens Gate Rock, Soul und DJ-Sets für Energie.

Im Kino Museum Lichtspiele wird der Dokumentarfilm „Iron Maiden: Burning Ambition“ gezeigt, der die 50-jährige Geschichte der britischen Heavy-Metal-Band nachzeichnet.
Das Historische Kolleg verwandelt die Villa des Malerfürsten Kaulbach in eine Bühne für die Augsburger Domsingknaben. Im Deutschen Theatermuseum in den Hofgartenarkaden sowie in den Fünf Höfen können die Gäste selbst die Bühne erobern: mit Karaoke.
Im Deutschen Theater wird getanzt
Einen neuen Zugang zur Musik könnten diese Auftritte eröffnen: Im Club Live Evil spielt Matthias Ranner, dessen Musik über Bass und Vibration körperlich erfahrbar wird – und damit auch für taube Gäste zugänglich wird. In der Münchner Volkshochschule kann man Jodeln üben oder das Trommeln auf westafrikanischen Djembés ausprobieren. Bei der Tanzschule Wolfgang Steuer im Deutschen Theater können auch Anfänger die Begeisterung fürs Tanzen entdecken.

Auf dem Odeonsplatz veranstalten die Münchner Kultur GmbH und München Ticket einen Bandcontest. Drei junge Bands treten an: die Mundart-Pop-Musiker Jannemacher, die Indie-Pop/Rock-Sängerin Sarah Bugar und Superior Motive.
Das ganze Programm und Tickets gibt es online hier.