Landkreis München: Mann bedroht Nachbarin und landet in der Psychiatrie

Der 41-Jährige hämmert mit der Faust gegen die Wohnungstür der Frau. Bei der Festnahme durch die Polizei wehrt er sich massiv. Ein Beamter kommt verletzt ins Krankenhaus. 
von  Ralph Hub
Mehrere Polizisten waren notwendig, um einen Randalierer in einem Mietshaus in Haar zu überwältigen und festzunehmen. (Symbolbild)
Mehrere Polizisten waren notwendig, um einen Randalierer in einem Mietshaus in Haar zu überwältigen und festzunehmen. (Symbolbild) © Marcus Brandt

Was der Mann bei seiner Nachbarin in dem Mehrfamilienhaus in Haar im Landkreis München am Dienstagnachmittag wollte, ist bisher nicht geklärt. Mit der Faust hämmerte der gebürtige Italiener gegen 17 Uhr immer wieder an die Tür. Es schien, als wolle er sie mit Gewalt einschlagen.

Die Frau bekam Angst und verständigte deshalb den Polizeinotruf. Mehrere Streifen fuhren zu dem Wohnhaus. Als der 41-Jährige die Beamten im Treppenhaus sah, stachelte das seine Wut noch mehr an. „Er verhielt sich extrem aggressiv“, sagte ein Polizeisprecher, „zudem näherte er sich den Einsatzkräften mehrmals in bedrohlicher Art und Weise.“

Ein Polizist ist verletzt

Beim ersten Versuch, den renitenten Bewohner festzunehmen, stürzte einer der Beamten zusammen mit dem 41-Jährigen zu Boden. Erst als alle Polizisten gemeinsam den Mann packten, gelang es ihnen mit vereinten Kräften, den Randalierer zu überwältigen und zu fesseln. Ein Polizeibeamter verletzte sich bei dem Einsatz am Fuß. Der Rettungsdienst brachte ihn anschließend zur weiteren Abklärung in ein Krankenhaus. Der Beamte war nicht mehr dienstfähig.

Mieter ist bereits bei der Polizei bekannt

Der 41-Jährige wollte sich auch nach seiner Festnahme nicht beruhigen. Da er sich zudem psychisch auffällig benahm, wurde er ins Bezirkskrankenhaus in Haar eingewiesen. Er wurde unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung angezeigt. Das Kommissariat 26 hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Der 41-Jährige ist bereits früher bei der Polizei aufgefallen wegen Körperverletzung und anderer Straftaten.

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