Kurzschluss bei Powerbank setzt Wohnung in München in Brand

50-Jähriger aus dem Stadtteil Ramersdorf versucht, den Brand in seiner Wohnung in einem Mietshaus in der Nähe des Klinikums Neuperlach selbst zu löschen. Er kommt mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. 
Ralph Hub
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Im Hasenbergl  ist die Feuerwehr am vergangenen Wochenende zu mehreren Bränden in einer Wohnanlage ausgerückt. Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus. (Symbolbild)
Im Hasenbergl ist die Feuerwehr am vergangenen Wochenende zu mehreren Bränden in einer Wohnanlage ausgerückt. Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus. (Symbolbild) © Helena Dolderer

Ein 50 Jahre alter Münchner hat am Mittwochnachmittag in seiner Wohnung in Ramersdorf seine Powerbank aufgeladen. Dabei kam es zu einem Kurzschluss, die Flammen haben in der Wohnung großen Schaden angerichtet.

Kurzschluss bei Lithium-Ionen-Batterie

Kurz nach 14 Uhr kam es zu einer Explosion, der Akku fing Feuer. Die Flammen griffen auf Teile der Einrichtung über. Der Mieter versuchte, den Brand selbst zu löschen. Dabei erlitt er nach Angaben der Polizei eine Rauchgasintoxikation. Der 50-Jährige verständigte die Feuerwehr, die den Brand löschte. Der Münchner wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Wohnung schwer verwüstet

Der Sachschaden in der Wohnung in einem Mietshaus in der Nähe des Klinikums Neuperlach wird auf rund 50.000 Euro geschätzt. Laut Feuerwehr ist die Wohnung derzeit nicht mehr bewohnbar. Die weiteren Ermittlungen hat das Kommissariat K13 übernommen. Der Grund für den Kurzschluss der Powerbank ist unklar. Eine Lithium-Ionen-Batterie in einer Powerbank kann laut Experten überhitzen und im Extremfall sogar Feuer fangen. So ein Brand ist schwierig zu löschen.

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  • Radl Rainer vor 21 Minuten / Bewertung:

    Auch wenn ihr direkt neben einer ladenden Powerbank sitzt, kann diese in 20-30s kritisch werden bis zum thermal runaway. Je nach Größe und Umfang des Akkus, insbesondere Heimspeicher, E-Bike und Scooter-Akkus, empfiehlt sich Blähglas-Granulat griffbereit zu haben z.B. als Sack. Das im Brandfall drüberkippen (bzw. Sack drauflegen).

    Wirkprinzip: Blähglas ist Altglas in Granulatform, dass sandähnlich die Sauerstoffzufuhr beendet, die Hitze aufnimmt und durch das Gewicht auch Explosionen einzelner Zellen abfängt. Ziel ist es, das hitzebedingte Überspringen von einzelnen Zellen zu verhindern.

    Ein Sack dieses Materials (55l Volumen, 13kg Gewicht) kostet um die 60€. Gerade wer viele E-Bike-Akkus hat, sollte diese zwischen zwei solcker Säcke lagern, idealerweise getrennt.

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  • Radl Rainer vor 16 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Radl Rainer

    Ein am Markt verfügbares Produkt heißt z.B. "Extover". Vielleicht bei der Feuerwehr nachfragen, ob es praktisch was taugt und eingesetzt wird, bevor man sich darauf verlässt.

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  • FredC2 vor einer Stunde / Bewertung:

    Akkus sollten nie unbeaufsichtigt und nie in Räumen ohne Rauchmelder geladen werden.
    Steht in einigen Bedienungsanleitungen bzw. Gebrauchsanleitungen, aber leider nicht in allen.
    Ist etwas lästig, aber ich mache das tatsächlich so.

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