Gezerre um Demoroute: Wo die Krachparade am Samstag durch München zieht
Sie fordern, dass München auch mal laut und ein bisserl dreckig sein darf, mehr Verständnis für Nachtleben, Subkultur, junge Menschen – und ziehen einmal im Jahr lautstark durch die Stadt: die Macher und Unterstützer der "Krachparade“.
Mehr als 10.000 Menschen feiern und fordern inzwischen bei dieser besonderen Tanz-Demo – für Münchner Verhältnisse durchaus eine sehr beachtliche Zahl. Doch heuer gab es vor der eigentlich inzwischen etablierten Veranstaltung ungewöhnliche Unruhe. Die Organisatoren kritisierten die Stadt scharf – und sind offenbar in Sorge, dass sich Demonstranten danebenbenehmen könnten.
Gezerre um Demoroute: Am Samstag ist wieder Krachparade in München
"Wesentliche Teile der angemeldeten Demonstrationsroute“, habe die Stadt auf Wunsch der MVG beschnitten, hatte die Krachparade wie berichtet kritisiert. Nach ihren Angaben sollten sie ausgerechnet vom Bahnhofsviertel (Symbol für Gentrifizierungsdruck) und dem Gärtnerplatzviertel (Symbol für den Konflikt zwischen Anwohnern und Nachtleben) ferngehalten werden. Und stattdessen lange ausgerechnet an der Haunerschen Kinderklinik entlanggehen.
Auf eine AZ-Anfrage hin hatte das KVR die Kritik zurückgewiesen. Man befinde sich doch noch im Abstimmungsprozess, werde sicher eine Lösung finden. Das war nun offenbar tatsächlich der Fall. Die Krachparade startet am Samstag um 14 Uhr vor der Uni und zieht unter anderem über den Gärtnerplatz, durch die Sonnenstraße und die Schwanthalerstraße bis auf die Theresienwiese.
Die Veranstalter rufen die Teilnehmer auf, laut zu sein. Sorgen sich aber offenbar doch ein wenig um deren Verhalten. "Kein Alkohol, keine Drogen“, heißt es in einer Mitteilung. In einer anderen wird sich "gegen jede Form von Vandalismus“ gerichtet. "Unsere Wut richtet sich gegen Verdrängung – nicht gegen Autos und Hauswände“, heißt es darin.
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