Flucht in München: Radler bedroht Polizisten mit Beil und Eisenstange
Der Radler wirkte auf die beiden Streifenpolizisten am Donnerstagnachmittag nicht unbedingt souverän im Sattel. Seine Fahrweise war unsicher, sagte ein Polizeisprecher. Daher wollten die Beamten dem 68-Jährigen vorsichtshalber auf den Zahn fühlen.
Radler flieht vor Polizei
Die Beamten forderten den Radler auf, anzuhalten. Doch der 68-Jährige dachte nicht im Traum daran. Er war nicht mehr weit entfernt von seinem Einfamilienhaus und trat daher die Flucht an. Er rannte auf sein Grundstück und schloss hinter sich das Gartentor. Über den Gartenzaun hinweg versuchten die Polizisten, mit dem Mann irgendwie ins Gespräch zu kommen. Doch der Radler reagierte unerwartet aggressiv. Er schnappte sich ein Fleischerbeil, das auf dem Grundstück herumlag, und bedrohte nach Polizeiangaben die Beamten. Aus diesem Grund zogen die beiden Polizisten ihre Dienstwaffen und gingen etwas auf Abstand zu dem Radler mit dem Fleischerbeil.
Elf Streifen rasen zum Tatort
Die Streifenpolizisten forderten über die Einsatzzentrale Verstärkung an. Elf Streifen waren innerhalb weniger Minuten am Tatort zur Unterstützung. Der 68-Jährige sah ein, dass er verloren hatte, und legte das Fleischerbeil weg. Doch aufgeben wollte er noch immer nicht. Er schnappte sich eine Eisenstange in seiner Nähe. Mit der bedrohte er erneut die Streifenbesatzung, sagte ein Polizeisprecher. Die Streifenbeamten konnten ihn schließlich überreden, auch die Eisenstange wegzuwerfen. Was der 68-Jährige auch tat. Der Münchner ist bereits früher einige Male wegen seines Verhaltens aufgefallen. Einmal wurde gegen ihn bereits wegen Bedrohung ermittelt.
Radler in Psychiatrie eingewiesen
Er wurde aufgrund von Fremdgefährdung in ein psychiatrisches Krankenhaus eingeliefert. Alle Beteiligten blieben unverletzt. Das Beil und die Eisenstange wurden von den Einsatzkräften beschlagnahmt. Der 68-Jährige wurde wegen der Bedrohung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt.
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