Künstler-Aufstand gegen den Abriss der Schwabinger 7

Am Dienstag treten Konstantin Wecker und andere Stars für den Erhalt der Kult-Kneipe auf. "Schwabinger 7 muss bleiben."
| Thomas Gautier
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Am Dienstag treten Konstantin Wecker und andere Stars für den Erhalt der Kult-Kneipe auf. "Schwabinger 7 muss bleiben."

München - Mit Musik gegen einen Immobilien-Mogul: Am Dienstag gehen namhafte Künstler gegen den geplanten Abriss der Kult-Kneipe Schwabinger 7 und benachbarter Gebäude auf die Straße – oder besser: auf die Bühne.

Um 18.30 Uhr treten vor dem Traditionslokal Musiker Michi Sailer, Kabarettist Hannes Ringlstetter, Poetry-Slammer Georg „Grög“ Eggers, der Künstler Moses Wolff, „Isar-Indianer“ Willy Michl, die „Keller Steff Band“, „Erwin Pelzig“ Frank-Markus Barwasser, Kabarettist Andreas Rebers und Konstantin Wecker auf. Es könnte ein Protest werden, der manchen Schwabinger an alte Zeiten erinnert. Zwei, drei Mikros, neun Künstler – und ein erklärter Gegner.

Diesmal ist es die Hamburgische Immobilien Handlung, der das Gelände gehört. Sie will die alten Häuser, in denen sich neben Dönerbuden auch das Monopol-Kino befindet, abreißen und 30 Luxuswohnungen und Einzelhandelsflächen bauen.

Ein Initiator der Aktion ist Till Hofmann, Kleinkunst-Unternehmer und Betreiber des Lustspielhauses, der „Lach- & Schießgesellschaft“ und weiterer Schwabinger Kneipen. Jeden Montag veranstaltet er in seinem „Vereinsheim“ den Kunst- und Kabarettabend „Blickpunkt Spot“. Für den Erhalt seines geliebten Schwabings hat Hofmann den „Blickpunkt“ verschoben – und geht mit seinen Leuten raus.

„Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass hier schon wieder eine Luxussanierung stattfindet“, sagt Hofmann zur AZ. Wenn es so käme, „würde die Mischung der Leute nimmer stimmen. Das Flair des Viertels ginge verloren.“ Wie die Schwabinger 7 gerettet werden kann, weiß Hofmann noch nicht. „Jetzt geht’s erstmal darum zu zeigen, dass eben nicht alles gemacht werden muss, was möglich ist.“ Und das gehe am besten „mit einer netten Demo für Schwabing“.

Eine solche gab es auch am Samstag schon – in Fröttmaning: Beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (2:1) hängten Fans des FC Bayern ein großes Spruchband in der Allianz Arena auf: „Lieber in der dunkelsten Kneipe der Welt als am hellsten Arbeitsplatz – Schwabinger 7 muss bleiben.“ Schützenhilfe von der „Schickeria“ – da schaugst, Schwabing.

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