Kritik an Stadtpolitik: Baumentscheid München kurz vor Unterschriften-Ziel

Sie waren von Anfang an optimistisch, dass sie für ihren Baumentscheid die formal nötigen 33.000 Unterschriften sammeln können. So viele sind in München nötig, um ein Bürgerbegehren einreichen zu können.
Jetzt sind die Initianten Joseph Coenen und Stefanie Günther kurz davor, das zu schaffen, wie sie am Dienstag (21.7.) selbst mitteilen. 30.000 Unterschriften haben sie bereits gesammelt, bis Ende August haben sie noch Zeit, 3000 weitere und einen Puffer zu sammeln.
Baumentscheid: "Jetzt ist es an der Politik"
Das sei "ein starkes Signal aus der Stadtgesellschaft", findet Günther. "München will mehr Bäume und Schatten in den Straßen."

Enttäuscht zeigen sie sich über fehlende Reaktionen aus der Politik. "Die Münchnerinnen und Münchner haben ihre Position klargemacht", findet Coenen. "Jetzt ist es an der Politik zu zeigen, dass sie diesen Rückhalt ernst nimmt." Sie laden darum alle demokratischen Fraktionen im Stadtrat ein, mit ihnen ins Gespräch zu gehen. Einzig die ÖDP-Fraktion habe mit einem eigenen Antrag die zentralen Forderungen des Baumentscheids übernommen.
Der Baumentscheid fordert für München ein flächendeckendes Netz aus Straßenbäumen. Gerade in Vierteln, die besonders hitzegeplagt sind, soll die Stadt mehr tun. Insgesamt sollen mindestens 30 Prozent der Fläche bis 2040 durch Baumkronen überdeckt sein.