Krankenhäuser haben wenige Blutreserven - Aufruf zur Blutspende

Die aktuelle Grippewelle hat nun ernste Konsequenzen: Die Blutdepots in den Krankenhäusern werden knapp – auch in München ist die Lage angespannt.
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Aktuell gibt es in den Krankenhäusern wenige Blutreserven - die Lage ist angespannt. (Symbolbild)
Marijan Murat/dpa Aktuell gibt es in den Krankenhäusern wenige Blutreserven - die Lage ist angespannt. (Symbolbild)

München - Der Haema Blutspendedienst appelliert an die Münchner: Blut spenden und so möglicherweise sogar Leben retten! Die aktuelle Erkältungs- und Grippewelle wirkt sich nun auch auf die Blutversorgung in den Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen aus. Denn wer einen grippalen Infekt hat oder Antibiotika nehmen muss, darf kein Blut spenden. Auch wer nach einem überstandenen grippalen Infekt wieder spenden möchte, muss zunächst eine Pause einlegen. Weil es in den letzten Tagen und Wochen etliche Grippeerkrankungen gab, kamen in den letzten Wochen in ganz Deutschland weniger Menschen zur Blutspende.

Mittlerweile werden die Depots in den Krankenhäusern knapp, dem Blutspendedienst zufolge ist die Lage "sehr angespannt". Aktuell bestehe ein großer Bedarf an Blutspenden. "Täglich werden mehr Konserven verwendet, als wieder nachkommen, die Bestände an Blutprodukten sind geschmälert", schildert Dr. med. José Rivero, Transfusionsmediziner und Vorstand des Haema Blutspendedienstes.

Diese Blutgruppen werden benötigt

Vorbereiten können sich die medizinischen Einrichtungen auf eine solche Knappheit an Vorräten jedoch nur bedingt. Das Problem ist die begrenzte Haltbarkeit von Blutpräparaten. Je nach Art des Produkts können diese nur zwischen vier und 49 Tagen nach der Spende Patienten gegeben werden. Angesprochen sind Spender aller Blutgruppen, außer B Rhesus positiv und AB Rhesus positiv. Hier ist die Situation unkritisch.

Eine Besonderheit sind Menschen mit der Blutgruppe Null Rhesusfaktor negativ. Im Bereich der Blutspende und Transfusionsmedizin haben sie eine einzigartige Stellung. Das Blut der sogenannten Universalspender kann nicht nur für Patienten mit dieser, sondern im äußersten Notfall auch für Personen beliebiger anderer Blutgruppen eingesetzt werden. In Mitteleuropa haben lediglich sieben Prozent der Bevölkerung diese Blutgruppe.

Das sollten potentielle Blutspender beachten

Blut spenden kann jeder, der sich gesund fühlt, mindestens 18 Jahre alt ist und nicht weniger als 50 Kilogramm wiegt. Vorzulegen ist lediglich der gültige Personalausweis. Außerdem sollten Spender nicht mit leerem Magen kommen und im Vorlauf der Spende reichlich alkoholfreie Getränke zu sich nehmen – am besten Wasser, Tee oder Säfte. Die Spende an sich dauert etwa zehn Minuten. Zehn Minuten, um möglicherweise ein Leben zu retten.


In München befindet sich ein Haema Blutspendezentrum in der Maxvorstadt, Dachauer Straße 70. Es ist Montag bis Donnerstag von 10 bis 19 sowie freitags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

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