Kommentar zum Vorschlag von Jobtickets für Pflegeberufe: Immer her damit

Die Münchner Landtagspolitikerin Diana Stachowitz fordert ein Jobticket für Menschen in Sozialberufen. Die Lokalredakteurin Anja Perkuhn über den Umgang mit Pflegenden.
| Anja Perkuhn
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Pflegekräfte sind unerlässlich für unsere zukünftige Gesellschaft - und müssen wertgeschätzt werden, meint AZ-Lokalredakteurin Anja Perkuhn.
dpa/AZ Pflegekräfte sind unerlässlich für unsere zukünftige Gesellschaft - und müssen wertgeschätzt werden, meint AZ-Lokalredakteurin Anja Perkuhn.

Lesen Sie hierzu den Artikel: MVV-Jahreskarte - Politikerin fordert Jobticket für Sozialberufe

Pflegekräfte sind keine Kohlekumpel, keine Rohrpostboten, keine Schriftsetzer: Sie gehören nicht zu einer Zunft, die vom Zeitenwandel überholt wurde, sondern sie sind unerlässlich für die Zukunft unserer Gesellschaft. Darum muss man unbedingt in sinnvolle Perspektiven für sie investieren – und zwar schnell.

Dass noch vor vier (!) Jahren alle Menschen, die in Bayern eine dreijährige Pflegeausbildung machten, ein monatliches Schulgeld von 140 Euro zahlen mussten (was sicher viele engagierte Menschen abgeschreckt hat), ist ein Beispiel dafür, wie Politik-Bummelei der Pflege- und Betreuungsbranche schaden kann.

Eine Impulsidee wie eine vergünstigte Fahrkarte löst natürlich nicht die Kernprobleme. Aber der Umgang des Staates und der Öffentlichkeit mit den Pflegenden ist elementar dafür, wie gut die Pflege selbst sein kann.

Darum: Immer her mit Vergünstigungen, Boni und Erleichterungen – kurz: allem, was den Menschen die Wertschätzung zeigt, die wir für sie haben (sollten). Aber bitte zeitgleich auch her mit grundlegenden Veränderungen – wie besserer Bezahlung für die große Verantwortung und Belastung oder weniger Bürokratie.

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