Kokaindeal im Supermarkt

Zwei Männer müssen sich vor dem Landgericht wegen Rauschgifthandels verantworten.
| John Schneider
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Hans G. plaudert mit seinen Anwälten Peter Guttmann und Hartmut Wächtler (l.).
jot Hans G. plaudert mit seinen Anwälten Peter Guttmann und Hartmut Wächtler (l.).

München - In der Anklage ist noch von satten 2,25 Kilo Kokain die Rede. Doch die Anwälte Peter Guttmann und Hartmut Wächtler machten eine andere Rechnung auf. Ihr Mandant Hans G. (48, Namen geändert), ein Münchner Kaufmann, sei die ersten drei Monate jeden Jahres seit 2012 mit seiner Familie in Thailand gewesen.

Diese drei Monate müssten jeweils aus der Rechnung der Staatsanwaltschaft herausgenommen werden. Außerdem habe die Kollaboration der beiden Kokain-Dealer erst ein Jahr später begonnen als angeklagt. Auch der Wirkstoffgehalt des Kokains müsse in der Anklage korrigiert und runtergerechnet werden. Nach dieser Rechnung würden nur etwa 900 Gramm (statt der angeklagten 2,25 Kilo) Kokain übrig bleiben.

Ansonsten waren beide Angeklagte weitgehend geständig. Kurt T. (47) soll laut Anklage in regelmäßigen Abständen bis zu seiner Festnahme am 26. April Kokain von Hans G. gekauft haben. 50 Gramm des Rauschgiftes kosteten jeweils 3500 Euro. Übergabeorte waren die Münchner Wohnung von Kurt T., ein Lokal und ein Milbertshofener Supermarkt.

Beide Angeklagte sollen das Kokain auch selber konsumiert haben. Einen Teil des Rauschgifts verkauften sie aber weiter. Beide Angeklagte müssen mit einer Haftstrafe von über drei Jahren rechnen.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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