Klima-Protest in München: Umweltaktivisten blockieren Finanzministerium

Die Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion hat am Freitagmorgen das Bayerische Finanzministerium blockiert. Die Polizei musste anrücken.
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Das Bayerische Staatsministerium für Finanzen und Heimat in München.
imago/Rüdiger Wölk Das Bayerische Staatsministerium für Finanzen und Heimat in München.

München - Über zehn Aktivisten der Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion haben am Freitagmorgen den Eingang des Bayerischen Staatsministeriums für Finanzen und Heimat in der Kardinal-Döpfner-Straße blockiert. Die Aktivisten hatten ein Krankenbett dabei, in dem eine Erdkugel lag. "Der Top-Patient ist unsere geliebte Erde. Sie braucht eine sozial-ökonomische Finanzspritze, um wieder gesund zu werden", schreibt die Umweltschutzbewegung dazu in den sozialen Medien.

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Kritik am Konjunkturpaket

Auslöser des Protests ist das Konjunkturpaket der Regierung. "Wir sind heute hier, weil wir das Konjunkturpaket ungenügend finden und wir den Eindruck haben, dass unsere Politik damit eigentlich überhaupt keine Lenkungswirkung entfachen wollte", sagte eine der Aktivistinnen vor Ort.

Extinction Rebellion fordert ein "sozial-ökonomisches Tranformationspaket für eine bessere Zukunft". Andernfalls steuere die Menschheit der Aktivistin zufolge "auf ein 4-Grad-Ziel zu, das viele Menschen und Tiere umbringen wird, viele Menschen und Tiere vertreiben wird und zum Zusammenbruch unserer Zivilisation führen wird".

Polizei bestätigt Einsatz am Finanzministerium

Wenig später war die Polizei vor Ort – das Münchner Polizeipräsidium bestätigte der AZ einen entsprechenden Einsatz. Ein Mitarbeiter des Ministeriums öffnete die Tür und nahm die Forderungen der Umweltschutzbewegung von zwei Aktivistinnen entgegen. Wie eine Sprecherin des Finanzministeriums auf AZ-Nachfrage mitteilte, hat sich die Veranstaltung gegen 10.30 Uhr aufgelöst.

Auch in anderen deutschen Städten ist es am Freitag zu ähnlichen Protestaktionen gekommen – unter anderem vor den Finanzbehörden in Augsburg, Passau, Nürnberg und Dresden.

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Extinction Rebellion fällt immer wieder durch aufsehenerregende Aktionen auf – unter anderem färbte die Bewegung im vergangenen Jahr den Nymphenburger Schlosskanal neongrün. Die Gruppe selbst bezeichnet ihre Aktionen als "friedlichen und zivilen Ungehorsam", mit dem sie "auf den drohenden Klimakollaps und das massive Artensterben" aufmerksam machen möchte.

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