"Kindl der Nacht": Münchner Kiosk-Legende erklärt, warum die Stadt keine Späti-Kultur hat

Kioske gehören in München zunehmend zum Stadtbild. Doch anders als in Berlin oder Köln gibt es in München bisher keine einzigartige Späti-Kultur. Vielmehr sorgen sie für Konflikte. Vor allem im Univiertel beschweren sich Anwohner über Lärm und Müll. Die Stadt hat deshalb den nächtlichen Verkauf von Alkohol an betroffenen Kiosken eingeschränkt.
Einer, der die Entwicklung der Münchner Kioske seit Jahrzehnten miterlebt, ist Harald Guzahn-Thierer. 1997 fing er als Aushilfe am Reichenbachkiosk an, zwei Jahre später übernahm er das Geschäft. Heute hat der Kiosk an der Reichenbachbrücke fast rund um die Uhr geöffnet.
Im AZ-Podcast "Kindl der Nacht“ erzählt Guzahn-Thierer den Hosts Maja Aralica und Niclas Vaccalluzzo, wie sich sein Kiosk und sein Publikum über die Jahre verändert haben. Es geht um die Frage, was einen Kiosk eigentlich zum Treffpunkt macht, ob München eine eigene Kioskkultur entwickeln kann und was die Stadt dabei von Berlin oder dem Ruhrgebiet lernen könnte.

Außerdem sprechen die Hosts mit Guzahn-Thierer über den Streit um Lärm und nächtlichen Alkoholverkauf – und darüber, warum er wenig von Verboten hält.Wie lässt sich das Bedürfnis nach einem lebendigen Nachtleben mit dem Wunsch der Anwohner nach Ruhe vereinbaren?

"Kindl der Nacht" ist der AZ-Podcast über das Münchner Nachtleben. Alle zwei Wochen sprechen Niclas Vaccalluzzo und Maja Aralica mit Menschen, die mittendrin sind: über Boazn und Clubs, queere Partys, After-Wiesn und neue Trends. Es geht um die Orte, an denen München nachts zusammenkommt – und um die Menschen und Geschichten dahinter.