Kinder statt Kaviar

Der Tantris-Chef Felix Eichbauer ist jetzt unverhofft auch Besitzer eines riesigen Spielplatzes geworden. Wie kam es dazu?
| Kimberly Hoppe
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Der Tantris-Chef Felix Eichbauer ist jetzt unverhofft auch Besitzer eines riesigen Spielplatzes geworden. Wie kam es dazu?
Kimberly Hoppe Der Tantris-Chef Felix Eichbauer ist jetzt unverhofft auch Besitzer eines riesigen Spielplatzes geworden. Wie kam es dazu?

Er lebt in der Sterne-Welt. Feinstes Essen und darauf abgestimmte edelste Tropfen sind sein Alltag. Schokoflecken, pappsüße Säfte und hüpfende Kinder gehörten nicht dazu. Bis jetzt.

Felix Eichbauer, dessen Vater Fritz Eichbauer das Sterne-Lokal Tantris vor gut 40 Jahren erbauen ließ, um auch endlich in München hervorragend essen zu können, ist nun plötzlich Besitzer eines Spielplatzes.

Kinder statt Kaviar, Sand statt Schampus – wie kam es denn, bitte, bloß dazu?

Der Tantris-Chef hätte das selbst auch nie für möglich gehalten. Schmunzelnd erzählt Felix Eichbauer von seinem neuen „lustigen Geschäft”, wie er es nennt: „In unserer ehemaligen Lagerhalle in Parsdorf haben Mieter vorletztes Jahr einen Indoor-Spielplatz eröffnet. Aber leider haben die sich, ehrlich gesagt, ziemlich deppert angestellt. Nach 14 Monaten mussten sie Insolvenz anmelden. Jetzt betreibe also ich als Vermieter – neben meinen Restaurants Tantris und Terrine – einen riesigen, hochmodernen Spielplatz.”

Der Kindertraum heißt „Jux und Tollerei” (2500 Quadratmeter) und befindet sich in Parsdorf direkt neben Segmüller. Die Kleinen dürften große Augen machen. Hier gibt es wirklich alles, was Spaß macht: Bayerns größten Kletterturm, eine Kartbahn, Wellenrutsche und ein Trampolin.

Ein Sterne-Spielplatz.

Eichbauer amüsiert sich über sein neues, unverhofftes Standbein – und findet mittlerweile sogar Gefallen daran: „Wäre ich nochmal ein Kind, würde ich hier sofort meinen Geburtstag feiern wollen.”
Ein drittes, nun ja, Restaurant hat Eichbauer auch dazubekommen – das „Gämsle” versorgt die Kids kulinarisch.
Austern und Hummer fehlen natürlich auf der Karte. Wer braucht schon Gourmet, wenn er Gaudi hat.

Eichbauer nimmt die kleinen Gäste dennoch ernst. Der „Jux und Tollerei”-Geschäftsleiter Florian Spitta ist ein renommierter Koch, war lange in St. Moritz und in der Tantris-Schwester Terrine beschäftigt. Er serviert im Spielplatz-Lokal selbst gemachte Burger und Schnitzel, es gibt Bio-Würste und Bio-Säfte, Pasta und Pizza.

Es muss ja nicht immer Kaviar sein.

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