Kinder missbraucht: Turnlehrer muss ins Gefängnis

Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern muss ein Münchner Turntrainer sechs Jahre ins Gefängnis. Die Beweisaufnahme hat ergeben, dass der Angeklagte an einer Kernpädophilie leidet.
| Torsten Huber
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Der Angeklagte Felix S. im Verhandlungssaal im Landgericht in München (Archivfoto).
dpa Der Angeklagte Felix S. im Verhandlungssaal im Landgericht in München (Archivfoto).

München - Turntrainer Felix S. (29) ist am Dienstag wegen von der 20. Strafkammer des Landgerichts München I zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt worden. Und die die Unterbringung des Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus wurde angeordnet.

Die Kammer wirft ihm sexuellen Missbrauch von Kindern in 37 Fällen und schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in 24 Fällen vor. Zur Begründung hat der Vorsitzende Richter Thomas Kirchinger im Wesentlichen ausgeführt, dass sich der von der Staatsanwaltschaft angeklagte Sachverhalt auf der Grundlage der durchgeführten Beweisaufnahme und insbesondere des umfassenden und glaubhaften Geständnisses des Angeklagten bestätigt hat.

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Die Beweisaufnahme hat ferner ergeben, dass der Angeklagte an einer Kernpädophilie leidet, wodurch seine Steuerungsfähigkeit und damit seine Schuldfähigkeit erheblich vermindert ist. Dieser Umstand war bei der Strafzumessung ebenso von ausschlaggebender Bedeutung wie das ernsthafte und teils auch erfolgreiche Bemühen des Angeklagten um die Wiedergutmachung des Schadens. Das Geständnis war auch deshalb in besonderer Weise strafmildernd zu berücksichtigen, weil der Angeklagte hierdurch die Verantwortung für seine Taten übernommen hat und ferner die kindlichen Zeugen hierdurch entscheidend entlastet wurden.

Bei der Entscheidung über die Unterbringung war daneben auch die glaubhaft bekundete Therapiebereitschaft des Angeklagten zu berücksichtigen. Dem standen die erheblichen seelischen Schäden bei den Kindern, der mit den Taten einhergehende Vertrauensmissbrauch sowie die Vielzahl der Taten über einen langen Zeitraum gegenüber.

Der Haftbefehl wurde aufgehoben und durch einen Unterbringungsbefehl ersetzt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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