Verfolgungsjagd im Audi: 18-Jähriger crasht nach über 100-km/h-Flucht in der Stadt
Einer Streife der PI 47 fiel in der Nacht auf Donnerstag kurz vor 1 Uhr ein Audi Q2 in der Schwarzhauptstraße auf. Die Beamten wollten den Fahrer stoppen und kontrollieren, doch der gab Vollgas. "Der Pkw entzog sich mit hoher Geschwindigkeit und unter Missachtung sämtlicher Anhaltesignale der Kontrolle", sagte ein Polizeisprecher.
Mit mehr als 100 Sachen durch den Münchner Norden
Der Audi bretterte zum Teil mit mehr als Tempo 100 durch Freimann, die Parkstadt Schwabing und Milbertshofen. Im Bereich des Frankfurter Rings, etwa auf Höhe der Hausnummer 182, und an der Einmündung zur Ungerer Straße wäre der Fahrer um ein Haar in andere Autos gekracht. Beim Abbiegen von der Schenkendorfstraße in die Lyonel-Feininger-Straße kam der Q2 nach links von der Fahrbahn ab und krachte auf dem Gehweg gegen einen Metallabsperrbügel. Völlig demoliert kam der kleine SUV schließlich zum Stehen.
Fahrer hatte Kokain dabei
Der Fahrer und sein Beifahrer sprangen aus dem Audi und flüchteten zu Fuß. Polizisten erwischten den 18-Jährigen, der am Steuer gesessen haben soll, und einen 17-Jährigen nahe der Unfallstelle. Bei dem
18-Jährigen wurde Kokain gefunden. Zudem soll der junge Münchner drogentypisches Verhalten gezeigt haben. In einer Klinik musste er eine Blutprobe abgeben. Er wurde vorläufig festgenommen. Zudem war er laut Polizei nicht im Besitz der notwendigen Fahrerlaubnis.
Das sind die Folgen der irren Raserei
Der 18-Jährige wurde wegen eines verbotenen Autorennens, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, eines unerlaubten Entfernens vom Unfallort, einer Gefährdung des Straßenverkehrs sowie eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt. Der Audi Q2 wurde abgeschleppt und sichergestellt. Der Besuch der Fahrschule hat sich für den PS-Fan vorerst erledigt. Ihm droht eine mehrjährige Sperre.

