Kater stürzt in München aus dem dritten Stock

Das erst sechs Monate alte Tier hatte in der Wohnung seines Besitzers ein offenes Fenster entdeckt. Die Tierrettung versorgt die schwer verletzte Katze. Was Tierbesitzer unbedingt beachten sollten. 
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Kater Massimo nach dem Sturz: Die blutige Nase und Verletzungen am Maul sind gut zu erkennen.
Kater Massimo nach dem Sturz: Die blutige Nase und Verletzungen am Maul sind gut zu erkennen. © Tierrettung

Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit reichte, schon war es passiert. Massimo, eine erst sechs Monate alte Europäisch-Kurzhaar-Katze, hatte in der Wohnung seines Besitzers im Westend ein offenes Fenster entdeckt. Der kleine Kater stürzte aus dem dritten Stockwerk in die Tiefe und schlug ungebremst unten auf dem Asphalt auf.

Das Tier wird schwer verletzt und erleidet einen Schock

Massimo blutete aus Maul und Nase. Er litt laut Tierrettung unter starken Schmerzen, die ihm besonders in den vorderen Handwurzelgelenken zu schaffen machten. "Massimo drohte, in einen lebensbedrohlichen Schock zu rutschen", sagte Denis Haug von der Tierrettung.

Schmerzmittel und Sauerstoff

Die beiden Tierretter Denis Haug und Maximilian Wiatkowski leiteten noch vor Ort eine umfassende Schockbehandlung ein, um den Kater zu stabilisieren. Zunächst erhielt Massimo ein starkes Medikament und Sauerstoff, damit er sofort von seinen quälenden Schmerzen befreit und die Atmung stimuliert wurde. Zudem erhielt er eine Infusionstherapie, um den Kreislauf aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus wurde Massimo mit Wärme behandelt.

Streicheleinheit für den verletzten Kater Massimo.
Streicheleinheit für den verletzten Kater Massimo. © Tierrettung

Eine Nacht in der Klinik

Erst im Anschluss war eine genauere Untersuchung möglich. Dabei zeigte sich, dass der blutige Ausfluss aus Nase und Maul von einer leichten Lungenblutung stammte. Zudem wurden eine leichte Gehirnerschütterung, eine schmerzhafte Prellung der Hüfte sowie eine blutige Verletzung im rechten Kieferwinkel festgestellt. Im Anschluss wurde Massimo zur weiteren Betreuung in die Tierklinik gebracht.

So schützen Sie Ihr Haustier

Um ähnliche Unfälle bei Haustieren möglichst zu vermeiden, sollten Tierbesitzer gerade bei neugierigen Katzen die Fenster idealerweise schließen, rät Cheftierärztin Dr. Ines Holz. Falls die Fenster gekippt werden sollen, kann man entsprechende Schaumstoffkeile einlegen – um zu verhindern, dass Katzen dort womöglich eingequetscht werden und es zum sogenannten Kippfenstersyndrom kommt. "Fenster und Balkone sollten Tierbesitzer bestenfalls mit Netzen sichern", rät Ines Holz. Bei gekippten Fenstern empfiehlt die Cheftierärztin auch eine zusätzliche Sicherung mit einem Katzennetz.

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