"Kann mir weitere Filialen in München vorstellen": Neuer 24/7-Supermarkt in München ein großer Erfolg
Sonntags beim Kochen und man hat vergessen, eine wichtige Zutat zu besorgen? Samstagabend, die Party läuft aber kurz nach Mitternacht gehen schon die Snacks und die Getränke aus? Auf dem Land wird das zum großen Problem und auch in München ist es nicht gerade einfach, nach Ende der normalen Geschäftszeiten schnell mal einkaufen zu gehen.
Für die Menschen, die in Berg am Laim oder der näheren Umgebung wohnen, gibt es nun eine Lösung für dieses Problem. Am 1. Oktober hat in der Truderinger Straße 88, direkt im neuen ORPLID-Quartier ein City-M eröffnet. Dabei handelt es sich um einen automatisierten Mini-Supermarkt, der künftig jeden Tag in der Woche rund um die Uhr geöffnet hat.
1200 bis 1400 Artikel des täglichen Bedarfs in den Regalen
City-M ist der Stadtableger der Tante M GmbH – ein im Jahr 2018 gegründetes Franchise-Unternehmen, welches sich darauf spezialisiert hat, die Nahversorgung in ländlichen Regionen mit kleinen Self-Service-Supermärkten zu sichern.
Auf knapp 100 m² Ladenfläche werden rund 1200 bis 1400 Artikel des täglichen Bedarfs angeboten, von der Tiefkühlpizza, über Kaffee und Gummibärchen bis hin zu Mehl, Eiern, Wurst, Milch, Alufolie, Zahnpasta oder Geschirrspülmittel.
Der Großteil des Sortiments besteht aus bekannten Markenprodukten, man legt auch einen hohen Wert darauf, Produkte von regionalen Erzeugern anzubieten. So gibt es beispielsweise jeden Tag ab 6 Uhr frische Backwaren, die von einer Bäckerei in Grafing hergestellt und geliefert werden.
"Alles nötige vorhanden, wenn mal was ausgeht und sonst nix auf hat", schreibt eine Kundin auf Instagram.
Bei den Preisen versucht man sich, laut eigener Aussage, größtenteils am Niveau anderer Supermärkte zu orientieren.
Mit personalisierter Kundenkarte hat man rund um die Uhr Zugang
Kunden können in der City-M-Filiale rund um die Uhr einkaufen. Zum Öffnen der Türen muss man einfach nur seine normale Bank-, EC- oder Kreditkarte an den Scanner am Eingang halten. Man kann sich aber auch kostenlos eine personalisierte Kundenkarte erstellen lassen, auf der man sich auch ein Guthaben aufladen kann.
Aktuell kann man sich diese vor Ort zu den festen Servicezeiten (Montag und Mittwoch, 9 bis 12 Uhr) bei den dortigen City-M-Mitarbeitern ausstellen lassen. Für die Zukunft sind noch andere Möglichkeiten angedacht.
Allein am Eröffnungstag wurden bereits 170 Kundenkarten ausgestellt, eine Zahl, mit der der Münchner City-M-Betreiber Christian Posch sehr zufrieden ist.
Sollte die Kundenkarte verloren gehen, kann man sich umgehend eine Ersatzkarte ausstellen lassen, der aufgeladene Betrag bleibt dabei auf dem Kundenkonto erhalten.
Gezahlt wird an der Selbstbedienungskasse
Bezahlt wird an Selbstbedienungskassen, wie man sie mittlerweile auch aus vielen anderen Supermärkten und Discounter-Läden kennt. Barcode der einzelnen Waren einscannen und anschließend mit der Kundenkarte bzw. Bank- oder EC-Karte bezahlen. An den SB-Kassen kann man auch seine Kundenkarten wieder aufladen.

Bisher kam das 24/7-Konzept bei den Münchnerinnen und Münchnern sehr gut an. "Die ersten beiden Sonntage, vor allem mit dem Samstag als Feiertag davor, waren brutal. Unser Angebot wurde richtig, richtig gut angenommen", freut sich Posch über den Erfolg seines Mini-Supermarkts.
Die Wochenenden erfreuen sich bei den Kunden also schon größter Beliebtheit, nun arbeitet Posch daran, dass das Angebot auch unter der Woche gut angenommen wird.
"Kann ich vorstellen, weitere Filialen in München zu eröffnen"
Sollte die City-M-Filiale in Berg am Laim weiterhin erfolgreich laufen, könnte sich Posch weitere Läden in München vorstellen. "Wir sehen uns die Situation bis zum Jahresende an und ziehen dann ein Fazit. Wenn alles erfolgreich läuft, kann ich mir vorstellen, weitere Filialen in München zu eröffnen", so der Franchise-Nehmer zur AZ.
Die Suche nach möglichen neuen Locations dürfte ihm dabei nicht schwerfallen. "In den sozialen Medien werden uns schon Immobilien genannt, in die ein City-M gut reinpassen würde", so Posch. Wichtig für den Erfolg ist natürlich, dass die Kundinnen und Kunden bei ihren Einkäufen ehrlich sind und keine Waren unbezahlt einstecken.
Mit Sensoren und Kameras gegen Ladendiebstahl
Um einen möglichen Diebstahl zu verhindern, setzt man bei City-M auf ein mehrstufiges Sicherheitskonzept aus digitaler Zugangskontrolle, lückenloser Videoüberwachung, bei der auch unübliche Bewegungen (wie das Einstecken von Waren in Jackentaschen) registriert werden, und einem Abgleich der bezahlten mit den aus den Regalen entnommenen Produkten. Wird ein Kunde beim Diebstahl erwischt, bekommt er neben einer Anzeige bei der Polizei auch ein lebenslanges und filialübergreifendes Hausverbot.
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