Justizpalast sollte brennen: 34-Jähriger vor Gericht

Wegen versuchter Brandstiftung steht der 34-jährige Yakin S. vor Gericht. Er wollte vergangenen Dezember den Justizpalast abfackeln.   
| John Schneider
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Yakin S. gesteht, dass er den Justizpalast in Brand setzen wollte.
Petra Schramek Yakin S. gesteht, dass er den Justizpalast in Brand setzen wollte.

Wegen versuchter Brandstiftung steht der 34-jährige Yakin S. vor Gericht. Er wollte vergangenen Dezember den Justizpalast abfackeln. 

München - Nur zwei Tage nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr hat ein Mann versucht – wenn auch eher dilettantisch –, den Justizpalast abzufackeln. Ein 34-Jähriger sitzt deswegen am Freitag auf der Anklagebank des Strafjustizzentrums. Der Vorwurf: versuchte schwere Brandstiftung.

Yalcin S. gibt zu, am Nachmittag des 21. Dezember 2016 eine Flasche mit Benzin an die Fassade in der Prielmayerstraße geworfen zu haben. Seine Versuche, den Brandbeschleuniger mit einer Zigarette zu entzünden, scheiterte zwei Mal. Der geständige Angeklagte gibt zu seinem Motiv an, dass er "Wirtschaft, Bildung oder Justiz" treffen wollte.

Warum? Weil er aus finanziellen Gründen sein Studium nicht beenden konnte, weil ihm das Fahrrad geklaut wurde, weil ihm verwehrt wurde, vor Gericht zu ziehen. Über das genaue Ziel habe er aber nicht gedacht. Dann sah er den Justizpalast. Der hoch aufgeschossene Mann leidet an Schizophrenie und soll in der Psychiatrie untergebracht werden.

Das Unrecht seiner Tat konnte er vielleicht erkennen, aber nicht danach handeln, sagt die Staatsanwaltschaft. 

Lesen Sie hier: Am Marienplatz - Tödliche U-Bahn-Rempelei: Dreieinhalb Jahre Haft

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