Junge Union fordert Videoüberwachung in allen U-Bahnen
Wie lassen sich Übergriffe, wie letzten Samstag in der U1 verhindern oder zumindest schneller aufklären? Die Junge Union sieht nur eine Möglichkeit: Überwachungskameras in allen U-Bahnen.
München – Nach dem Video von drei afghanischen Asylbewerbern, die am Samstag in der U1 am Sendlinger Tor andere Fahrgäste malträtierten, kocht auch die Debatte über Sicherheit durch Überwachung wieder hoch. Wie weit darf man die Persönlichkeits- und Datenschutzrechte der Bevölkerung einschränken, um deren Sicherheit zu gewährleisten?
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Für die Junge Union München-Nord ist nach dem Vorfall die Sache klar: Der Fall wäre nie öffentlich geworden, hätte der Student ihn nicht mit seinem Smartphone gefilmt, denn im betreffenden U-Bahn-Waggon war keine Videokamera installiert. Die Forderung der Jungpolitiker der CSU lautet also: Flächendeckende Videoüberwachung in allen Münchner U-Bahn-Zügen.
Nur jeder fünfte U-Bahn-Waggon wird überwacht
JU Kreisvorsitzender Alexander Rulitschka: „Die Landeshauptstadt München muss alles in ihrer Macht stehende tun, um die Sicherheit der Münchnerinnen und Münchner auf höchstem Standard zu gewährleisten. Der Vorfall vom 30.01. zeigt klar, dass in den U-Bahn-Zügen noch eine große Sicherheitslücke besteht. Wir fordern diese schnell zu schließen.“
Recherchen der JU zufolge waren im Januar 2015 nur 20 Prozent aller U-Bahn-Waggons in München videoüberwacht. Zum Vergleich: In den S-Bahnen gibt es faktisch keine Waggons ohne Kamera, in Bussen und Trams werden zwischen 66 und 75 Prozent der Waggons/Wagen videoüberwacht.
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