"Jetzt dauert alles wieder länger": Baustelle bremst U-Bahn-Fahrgäste erneut aus

Die Baustelle bei der U3 und U6 ist wieder da. Was in Phase 2 anders ist und warum die Busse nun länger brauchen.
von  Lukas Plaschke
Zurück an die Oberfläche! Die Baustelle bei der U-Bahn geht weiter. Für Fahrgäste der U3 und U6 heißt das: Umsteigen, längere Fahrzeiten und oft überfüllte Busse. Voll ist auch dieser Ersatzbus, in den Rebecca eingestiegen ist.
Zurück an die Oberfläche! Die Baustelle bei der U-Bahn geht weiter. Für Fahrgäste der U3 und U6 heißt das: Umsteigen, längere Fahrzeiten und oft überfüllte Busse. Voll ist auch dieser Ersatzbus, in den Rebecca eingestiegen ist. © Daniel von Loeper

Kaum ist die Wiesn vorbei, schon buddeln die Stadtwerke bei der U-Bahn weiter. Fahrgäste der U3 und U6 müssen südlich der Innenstadt wieder umsteigen.  

"Katastrophe"

Am Montagmittag spricht die AZ mit Rebecca, die am Goetheplatz auf den Ersatzbus wartet und zum Sendlinger Tor fährt. "Jetzt dauert alles wieder länger, Katastrophe." Zum Sendlinger Tor fährt auch Direnc Aydin (50). "Der ÖPNV in München ist sehr gut", sagt Aydin. "Jetzt gibt es halt viel Umbau, aber das ist normal in einer Großstadt."

Direnc Aydin wartet am Goetheplatz auf den Ersatzbus.
Direnc Aydin wartet am Goetheplatz auf den Ersatzbus. © Daniel von Loeper

So läuft die zweite Phase der U-Bahn-Baustelle ab

Die jetzt startende Phase 2 der Baustelle geht bis zum 27. November und läuft anders als die erste. Es verkehren weiterhin Ersatzbusse vom Sendlinger Tor und Hauptbahnhof zur Implerstraße. Zusätzlich gibt es nun alle zehn Minuten einen Pendelzug zwischen Goetheplatz und Implerstraße, der jedoch nicht an der Poccistraße hält. Von der Implerstraße fahren dann die U3 und U6 normal nach Fürstenried und Großhadern. Fahrgäste, die von Norden mit der U6 kommen, können bequem am Goetheplatz umsteigen. Dies scheint sich noch nicht richtig rumgesprochen zu haben – am Montagmittag bleiben viele Plätze im Pendelzug leer. Die U3 endet schon am Sendlinger Tor. Reisenden dieser Linie rät die MVG daher, am Sendlinger Tor die Ersatzbusse zur Implerstraße zu nehmen. Wie sich am Montag zeigt, sind die oft rappelvoll.

Der Pendelzug hat sich noch nicht richtig rumgesprochen. Die gerade angekommene U6 entlässt nicht allzu viele Fahrgäste zur Pendelbahn.
Der Pendelzug hat sich noch nicht richtig rumgesprochen. Die gerade angekommene U6 entlässt nicht allzu viele Fahrgäste zur Pendelbahn. © Daniel von Loeper

Keine Busspur mehr auf der Lindwurmstraße

Weiteres Problem: Die Busspur auf der Lindwurmstraße ist weg. Die hatte die Stadt während der ersten Baustellenphase eingerichtet, weil der Ersatzverkehr im Stau versunken war. Jetzt ist der breite Radweg auf der Fahrbahn zurück und die Busse müssen die Autospur nehmen. Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher eine Anfrage an die Stadtverwaltung, warum die Busspur nicht zurückkommt. "In der kalten Jahreszeit wird weniger geradelt", sagt Fraktionsvorsitzender Manuel Pretzl. Es sei daher "falsch", den Platz für Busse und Autos zu reduzieren.

Stadt und MVG steuern eventuell nach

Die MVG teilt mit, dass sie gemeinsam mit dem Mobilitätsreferat die Situation beobachtet. Verspätungsdaten würden diese Woche "intensiv beobachtet und ausgewertet", um eventuell nachbessern zu können. Ebenfalls weist die MVG darauf hin, dass der Pendelzug noch Kapazitäten habe.

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