Jahreskarte statt Führerschein für Senioren? Ausprobieren!

Die Grünen im Stadtrat schlagen vor, betagten Autofahrern im Tausch gegen den Führerschein eine Nahverkehrs-Jahreskarte anzubieten. Eine gerechte Idee, findet AZ-Chefredakteur Michael Schilling.
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AZ-Chefredakteur Michael Schilling über das Tauschgeschäft Führerschein gegen Jahreskarte.
az/dpa AZ-Chefredakteur Michael Schilling über das Tauschgeschäft Führerschein gegen Jahreskarte.

Die Grünen im Stadtrat schlagen vor, betagten Autofahrern im Tausch gegen den Führerschein eine Nahverkehrs-Jahreskarte anzubieten. Eine gerechte Idee, findet AZ-Chefredakteur Michael Schilling.

Bereits gestern berichtete die AZ über einen Unfall, der in Bad Säckingen zwei Menschenleben gekostet hat: Ein Autofahrer hatte Gas und Bremse verwechselt; der Mann ist 84 Jahre alt. Das ist Wasser auf die Mühlen derer, die eine Altersgrenze für den Führerschein wollen. Aber die ist Nonsens. So wie manche 20-Jährige erstaunlich unreif für ihr Alter sind (und auch solche tauchen immer wieder in den Meldungen über tragische Verkehrsunfälle auf), so fit und fahrtauglich sind viele über 70.

Solange sich die Bundespolitik nicht traut, regelmäßige Fahrtests durchzusetzen, sagen wir: im Fünf-Jahres-Intervall, ist der Vorschlag der Rathaus-Grünen ein guter Ansatz. Die Stadt stattet jene, die freiwillig auf ihren Führerschein verzichten, mit einer MVV-Jahreskarte aus. Das wird nicht nur der Verkehrssituation in München gerecht, sondern auch dem Generationenmanagement: Studenten (die sich oft kein Auto leisten können oder wollen) werden schließlich mit dem Semesterticket gesponsert. Bei allen Vorbehalten gegen das Jahreskarte-gegen-Führerschein-Konzept: Einen Versuch ist es wert.

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