Jagd auf Derby-Rowdys ist eröffnet

Die Stimmung beim kleinen Derby Bayern gegen Sechzig war hitzig. Jetzt geht die Polizei gegen die Chaoten vor. Die Ermittlungsgruppe „Fair Play“ nimmt die Arbeit auf.
| Ralph Hub
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Pyrotechnik während des Amateur-Derbys im Grünwalder Stadion. Um solche Delikte aufzuklären, wurde jetzt die Ermittlungsgruppe "Fair Play" gegründet.
sampics/Augenklick Pyrotechnik während des Amateur-Derbys im Grünwalder Stadion. Um solche Delikte aufzuklären, wurde jetzt die Ermittlungsgruppe "Fair Play" gegründet.

Die Stimmung beim kleinen Derby Bayern gegen Sechzig war hitzig. Jetzt geht die Polizei gegen die Chaoten vor. Die Ermittlungsgruppe „Fair Play“ nimmt die Arbeit auf. Neun Kriminaler sind dafür abgeordert.

München - Nach dem kleinen Derby der Münchner Löwen gegen den FC Bayern am letzten Sonntag hat eine spezielle Ermittlungsgruppe der Polizei die Arbeit aufgenommen. Sie soll klären, wer die Pyrotechnik in und vor dem Stadion gezündet hat.

„Fair Play“ steht auf den Button, die die Polizei kurz vor dem Spiel unter den Fans verteilt hatte. „Fair Play“ heißt auch die Ermittlungsgruppe, die nach dem Derby jetzt die schlimmsten Rowdys identifizieren und überführen soll.

Neun Beamte der Kripo sind dafür seit dieser Woche abgestellt. „Ich will, dass die Täter schnell ermittelt, vor Gericht gestellt und bestraft werden“, betont Polizeivizepräsident Robert Kopp. Die Verurteilten sollen, so die Forderung der Polizei, von den Vereinen zusätzlich Stadionverbot erhalten.

Etliche Bayer-Fans zündeten auf dem Weg nach Giesing und später im Stadion Rauchbomben, Böller und Leuchtraketen. Nur Sekunden nach Anpfiff brannten zudem bengalische Feuer. Einige warfen Feuerwerkskörper bis aufs Spielfeld.

Ein massives Polizeiaufgebot vor der Bayerntribüne verhinderte weitere Ausschreitungen. Jetzt wird nach den Rowdys gesucht, die sich an der illegalen Pyro-Show beteiligt haben. Hilfreich dürften dabei die Überwachungskameras im Stadion sein. „Die Aufnahmen werden derzeit ausgewertet“, sagt ein Polizeisprecher. Die Kameras haben aus verschiedenen Blickwinkeln alles im Stadion aufgezeichnet.

Lesen Sie hier: Diese Pläne hat die Polizei für das Amateur-Derby

Auch die Randale rund um die Sport-Bar „Kastanien Garten“ wird ein juristisches Nachspiel haben. Löwen-Fans hatten nach dem Spiel (0:0) Bayern-Fans und Polizisten mit Flaschen beworfen. Anschließend verschanzten sie sich in der Bar. Die Polizei hat von 75 Beteiligten die Daten festgehalten und ermittelt.

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