Israelfeindlicher Vortrag - Antisemitismus-Vorwürfe: Gasteig in der Kritik

Ende Mai wird die "jüdisch-palästinensische Dialoggruppe München" einen Vortrag im Gasteig halten. Der muss sich nun - erneut - gegen Vorwürfe rechtfertigen: Unterstützt der Gasteig antisemitische Gedanken?
| Felix Müller
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Bürgermeister Josef Schmid spricht sich klar gegen den Vortrag im Gasteig.
dpa Bürgermeister Josef Schmid spricht sich klar gegen den Vortrag im Gasteig.

München - Und wieder ist es der Gasteig: 2015 entbrannte eine Debatte, nachdem in dem Kulturzentrum ein Vortrag über die Boykottbewegung BDS gegen Israel gehalten worden war. Damals versprach OB Dieter Reiter, dass es keine Unterstützung mehr für "solche Veranstaltungen" geben werde. Nun dürfte es erneut eine Debatte geben.

Denn für den 24. Mai hat die "jüdisch-palästinensiche Dialoggruppe München" einen Vortrag angekündigt. Der Vorverkauf läuft. Die Gruppe steht auf der BDS-Unterstützerliste. Als Redner über "die 50 Jahre bestehende Besatzung der Palästinensergebiete und die politischen Optionen für die Zukunft", ist Gideon Levy geladen, der als BDS-Unterstützer gilt.

Nach AZ-Informationen sieht die städtische Fachstelle für Demokratie den Vortrag als problematisch an. Auch Bürgermeister Josef Schmid (CSU) kritisierte die Veranstaltung am Freitag auf Anfrage scharf. "Ich bin dagegen, dass Gruppen, die sich auf der BDS-Liste aufführen lassen, überhaupt in städtischen Räumen auftreten dürfen", sagte er.

Er werde sich an den Gasteig-Geschäftsführer zu wenden. – und an den OB.

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