Immer mehr Menschen pendeln nach München

Per Bus, Bahn, Auto und mit dem Rad: Täglich fahren Hunderttausende zur Arbeit in die Landeshauptstadt – und die Zahl der Pendler steigt weiter. Das gilt aber nicht für alle bayerischen Großstädte.
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Im Berufsverkehr ist in Deutschlands Pendlerhauptstadt nicht nur bei Autofahrern oft Geduld gefragt. (Symbolbild)
Im Berufsverkehr ist in Deutschlands Pendlerhauptstadt nicht nur bei Autofahrern oft Geduld gefragt. (Symbolbild) © Matthias Balk/dpa

Die Zahl der Pendlerinnen und Pendler nach München ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. 461.400 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte kamen 2025 aus anderen Orten zur Arbeit in die bayerische Landeshauptstadt – gut 3000 mehr als im Vorjahr und so viele wie in keiner anderen deutschen Großstadt, wie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) mitteilte. Für die Auswertung nutzte das Institut Daten der Bundesagentur für Arbeit. 

Als Gründe nannte BBSR-Experte Thomas Pütz die gute Jobsituation in München bei hohen Wohnkosten und Wohnungsmangel in der Landeshauptstadt. Viele Menschen nehmen deshalb weite Wege aus dem Umland in Kauf. Das galt demnach unter anderem für Landkreise wie Landsberg am Lech oder Pfaffenhofen an der Ilm, in denen die durchschnittliche Distanz zum Arbeitsplatz der Auswertung zufolge knapp 27 Kilometer betrug – fast zehn Kilometer mehr als im bundesweiten Schnitt. 

Nicht nur nach Nürnberg pendeln weniger Menschen 

Das Bundesinstitut analysiert aber nicht, wie oft die betreffenden Arbeitnehmer ins Büro oder die Fabrik fahren, und auch nicht, welche Verkehrsmittel sie dafür nutzen. Mit Blick auf Homeoffice-Möglichkeiten kann die Zahl der Menschen, die tatsächlich täglich nach München zur Arbeit fährt, also niedriger liegen. 

Die Zahl der Pendler ist der Auswertung zufolge zwar auch bundesweit gestiegen, allerdings nicht in allen bayerischen Großstädten. In Nürnberg zum Beispiel fiel sie laut BBSR gegenüber 2024 um etwa 1200 auf 166.000 Menschen.

In Ingolstadt sank die Zahl um etwa 700, in Augsburg um etwa 200. Für Regensburg verzeichnete das Institut dagegen einen leichten Anstieg um 900 Pendlerinnen und Pendler – ebenso in Würzburg (plus 1400), Erlangen (plus 600) und Fürth (plus 300).

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4 Kommentare
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  • Prinz Eugen am 10.09.2026 12:11 Uhr / Bewertung:

    Die Pendler ziehen aus der Stadt nicht wegen hoher Wohnungskosten oder Wohnungsmangel weg, die Kosten sind auf dem Land auch nicht günstiger, sondern aufgrund der inzwischen unaushaltbaren Zustände und der nervigen Menschen in der Stadt.

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  • Frale am 09.09.2026 13:55 Uhr / Bewertung:

    Als Pendler kannst du dich leider auf die Bahn nicht mehr verlassen. Ohne eigenes Auto geht gar nix.

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  • kartoffelsalat am 09.09.2026 15:53 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Frale

    Wie man auf obigem Foto sehen kann geht per Auto brutal viel. Brutal viel Stau.

    Skalier- und Optimierbar ist nur der ÖPNV.

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