Illegale Beschäftigung: 18 Festnahmen auf Baustelle

Der Münchner Zoll hat bei einer groß angelegten Kontrolle auf einer Baustelle im Münchner Norden 18 Personen wegen illegaler Schwarzarbeit festgenommen. Auslöser der Kontrollen waren die Bauarbeiter selber - sie klagten über ausbleibenden Lohn.
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Insgesamt nahm der Zoll 18 Personen auf den beiden Bautellen fest.
Zoll München Insgesamt nahm der Zoll 18 Personen auf den beiden Bautellen fest.

München - Auslöser der groß angelegten Kontrollaktion am vergangenen Freitag war die Beschwerde von fünf Bauarbeitern über ihre konsularische Vertretung im Heimatland. Die Bosnier, die bei einer serbischen Firma mit einem Sitz in München angstellt waren, teilten den Konsularbeamten mit, dass sie von diesem Arbeitgeber in München immer noch keinen Lohn erhalten hatten.

Die diplomatische Vertretung leitete die Beschwerde daraufhin an die deutschen Behörden weiter.

Der Münchner Zoll kontrollierte daher am Freitag eine Großbaustelle im Münchner Norden und stellte fest, dass einer der Mitarbeiter illegal beschäftigt wurde. Der Bauarbeiter wurde daraufhin in Abschiebehaft genommen. Nur drei Tage später kontrollierten die Zöllner die Baustelle erneut.

Hoher Wirtschaftlicher Schaden

An diesem Tag war auch der Verantwortliche der beschuldigten Firma anwesend und versicherte den Zöllnerinnen und Zöllnern, nur legales Personal zu beschäftigen. "Eine Prüfung erbrachte jedoch, dass vier Arbeitnehmer ohne Arbeitsgenehmigung tätig waren", so Marie Müller, Sprecherin des Hauptzollamts München.

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Wegen des hohen wirtschaftlichen Schadens, den die Firma verursacht hatte, ordnete die Staatsanwaltschaft die sofortige Durchsuchung der Unterkünfte an. Die vier Arbeitnehmer und der Chef wurden gleichzeitig in Untersuchungshaft genommen.

Auch im zweiten Fall illegale Beschäftigung

In der anschließenden Vernehmung räumte der Arbeitgeber schließlich sein Fehlverhalten ein und gab zu Protokoll, nur eine Scheinfirma zu betreiben. Zur gleichen Zeit wurde vom Zoll bei einer verdachtsunabhängigen Prüfung in Fürstenfeldbruck 21 bosnische Bauarbeiter angetroffen, von denen elf keine Aufenthaltstitel vorweisen konnten.

Auf Weisung der Staatsanwaltschaft wurden die betroffenen Arbeitnehmer vorläufig festgenommen. Auch auf dieser Baustelle war der Inhaber der Firman vor Ort. Bei der Kontrolle stellten die Zöllner fest, dass er keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat. Weil sich zudem der Verdacht des Einschleusens von Ausländern erhärtete, ordnete die Staatsanwaltschaft bei ihm Untersuchungshaft an.

In beiden Fällen führt die Finanzkontrolle Schwarzarbeit die weiteren Ermittlungen.

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