Horrorunfall in Münchner U-Bahn-Tunnel: Zug reißt Mann fast den Arm ab

Ein 46-Jähriger geht nachts durch den dunklen U-Bahn-Tunnel zwischen dem Münchner Hauptbahnhof und der Haltestelle Karlsplatz: Zu spät bemerkt er die U-Bahn hinter sich, er wird an der linken Körperseite erfasst und schwerstverletzt. 
Ralph Hub
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Tragischer Unfall in einem U-Bahn-Tunnel (Symbolbild)
Tragischer Unfall in einem U-Bahn-Tunnel (Symbolbild) © Jürgen Heinrich,via www.imago-images.de

Ein 46 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck hat sich am Sonntagabend zwischen dem Hauptbahnhof und dem Karlsplatz in den Tunnel der U-Bahn-Linien U4 und U5 gewagt. Etwa 100 Meter vor der Haltestelle am Stachus ereignete sich der furchtbare Unfall.

Warum der Mann nicht den Weg an der Oberfläche nahm, ist unklar

Der Mann hatte am Hauptbahnhof die Absperrgitter überklettert und ging anschließend neben den Gleisen in Richtung Karlsplatz. Warum er zu Fuß durch den Tunnel lief, ließ sich bisher nicht klären. „Die Befragung des Unfallopfers war extrem schwierig und fast nicht möglich“, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Nach ersten Informationen der Polizei soll der 46-Jährige möglicherweise unter dem Einfluss von Drogen gestanden haben.

Plötzlich taucht hinter ihm die U-Bahn auf

Der Mann war fast am Ziel angekommen. Etwa 100 Meter vor dem Stachus, so die Polizei, erfasste ihn eine hinter ihm fahrende U-Bahn in dem dunklen Tunnel. Der 46-Jährige wurde an der linken Körperseite von der U-Bahn erfasst. Dabei wurde dem Mann nach Polizeiangaben der linke Arm beinahe vollständig abgetrennt. Der 46-Jährige erlitt mehrere massive Frakturen und dazu tiefe Schnittwunden.

Im Zug merkt niemand etwas

Der Lokführer und die Fahrgäste bekamen von der Kollision nichts mit. Die U-Bahn stoppte im Bahnhof Stachus, Leute stiegen ein und aus, dann fuhr die Bahn anschließend weiter. Der schwer verletzte 46-Jährige schleppte sich bis in den Bahnhof Karlsplatz auf den Bahnsteig. Von dort aus schaffte er es noch bis hoch ins Sperrengeschoss und weiter bis an die Oberfläche am Stachus. Der 46-Jährige stand offenbar so sehr unter Schock, dass er nicht mehr rational denken und entsprechend handeln konnte. Passanten, die die massiven Verletzungen bei dem Mann sahen, hielten ihn schließlich auf, leisteten Erste Hilfe und verständigten gleichzeitig den Notarzt.

Ärzte versuchen, den Arm zu retten

Der Mann wurde im Rettungswagen in die Notaufnahme einer Klinik gebracht. Dort versuchen Ärzte, den Arm des 46-Jährigen durch eine Notoperation zu retten. Ob es gelingt, ist derzeit noch nicht sicher. Der 46-Jährige konnte bisher keine Angaben zum Unfallhergang machen oder erklären, warum er im U-Bahn-Tunnel vom Hauptbahnhof zum Stachus gehen wollte. Der 46-Jährige wurde wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr angezeigt. Die weiteren Ermittlungen werden durch die Verkehrspolizei geführt.

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  • Witwe Bolte vor einer Stunde / Bewertung:

    Vielleicht hatte der Unglücksrabe kein Geld mehr für eine Fahrkarte und traute sich nicht, schwarz zu fahren.
    Gute Besserung.

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  • Dicker Hals vor 40 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Witwe Bolte

    ...... Du meinst, nach dem Motto, lieber arm dran als Arm ab?

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  • Dicker Hals vor einer Stunde / Bewertung:

    Anwärter für einen Darwin-Award, mehr fällt mir dazu echt nicht ein.........

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