Horror-Unfall in München: Radler schlitzt sich Hals an schief stehendem Verkehrsschild auf

Der 23-Jährige war am Donnerstagabend auf einem Leihrad in Schwabing-West unterwegs. In der Dunkelheit konnte er das schief stehende und verdrehte Hindernis, das in den Radweg an der Rheinstraße hineinragte, nicht erkennen - mit dramatischen Folgen. 
Ralph Hub
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Mit einer tiefen Wunde am Hals ist ein Radfahrer nach dem Unfall in eine Klinik gebracht worden. (Symbolbild)
Mit einer tiefen Wunde am Hals ist ein Radfahrer nach dem Unfall in eine Klinik gebracht worden. (Symbolbild) © Jens Büttner

Der Brite war auf einem Mietrad am Donnerstagabend kurz vor 22 Uhr in der Rheinstraße unterwegs. Er wollte in Richtung Olympiapark. Dabei kam er auf Höhe der Hausnummer 14 an einem beschädigten Halteverbotsschild vorbei.

Hindernis ragt gefährlich in den Radweg

Die im Boden befestigte Metallstange stand schräg und ragte bis in den Radweg hinein. Zudem war das Verkehrsschild so stark verdreht, dass nur mehr die schmale Seite zu sehen und damit das Hindernis für den Radfahrer in der Dunkelheit kaum oder gar nicht zu erkennen war.
Der Brite krachte auf dem Radweg vermutlich ungebremst in das Hindernis. Das Metall des Halteverbotsschilds erwischte den 23-Jährigen dabei so unglücklich am Hals, dass der Mann eine tiefe und stark blutende Schnittwunde erlitt.

Wunde reicht bis zum Kehlkopf

Rettungssanitäter brachten den schwer verletzten Radler in die Notaufnahme einer Klinik. Dort stellten Ärzte fest, dass die Verletzung bis zum Kehlkopf des Mannes reichte. Der Zustand des Radlers ist stabil, Lebensgefahr bestand nicht.

Schwer verletzt trotz Radlhelm

Der Radler hatte nach Angaben eines Polizeisprechers einen Helm getragen, doch der konnte den Halsbereich des 23-Jährigen bei der Kollision mit dem Schild nicht schützen. Warum das Halteverbotsschild schräg in den Radweg hinein ragte, wird von der Verkehrspolizei untersucht. Möglicherweise war es zuvor von einem einparkenden Fahrzeug umgedrückt und dabei beschädigt worden. Das Schild wurde inzwischen demontiert, um eine Gefährdung von weiteren Radlern auszuschließen. Die Ermittlungen zum Unfallhergang werden von der Münchner Verkehrspolizei übernommen.

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  • tutwaszursache vor 52 Minuten / Bewertung:

    Gute Besserung dem Verletzten! Hindernisse jedweder Art auf Radwegen sind nicht ungewöhnlich, die auf der Fahrbahn sofort die Polizei auf den Plan rufen würden.

    Es sei noch angemerkt, dass der Radweg dort nicht benutzungspflichtig ist. Damit gilt dort die vor einigen Jahren ausgesprochene Empfehlung der Stadt München, die ich ausdrücklich unterstütze.

    (Radfahren in München ist nicht ungefährlich - oft kommt es zu Konflikten und Unfällen. Die Stadt rät, wenn möglich, auf der Fahrbahn zu radeln, weil es dort häufig am sichersten sei.

    [...]

    Die Stadt selbst rät Radfahrern, wenn möglich, auf der Fahrbahn zu radeln. Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) schließt aus Unfallstatistiken und Aussagen von Experten, dass Radfahrer auf der Fahrbahn häufig am sichersten unterwegs seien, weil sie dort vom Kraftfahrzeugverkehr frühzeitig und besser gesehen werden und es daher deutlich seltener zu Konflikten mit abbiegenden Fahrzeugen kommt.)

    Quelle: SZ

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