Horror-Scheidung: Das ist Münchens schlimmste Schlammschlacht

Fast 20 Jahre waren sie verheiratet. Glücklich, könnte man meinen. Doch was sich dieses Münchner Noch-Ehepaar aus besten Kreisen antut, hat mit Liebe nichts zu tun.
| Kimberly Hoppe
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Das Noch-Ehepaar in glücklichen Zeiten.
privat Das Noch-Ehepaar in glücklichen Zeiten.

München - Sie schworen sich mal die ewige Liebe, aber das ist verdammt lange her. Jetzt streiten sie sich vor dem Münchner Amtsgericht bis aufs Blut. Ein Rosenkrieg? Klingt viel zu nett.

Was sich Marianne (49) und Heinz Krug (51; beide Namen von der Redaktion geändert) antun, hat mit Liebe nichts zu tun. Sie liefern sich Münchens schlimmste Schlammschlacht. Dabei, auch wenn das heute extrem schwer zu glauben ist, waren sie mal glücklich. 1998 heirateten die Krugs. Es war kein Schnellschuss, sie kannten sich viele Jahre. Oder lernt man den Partner erst richtig kennen, wenn man sich von ihm trennt?

Heinz Krug ist Vorstand einer Münchner Versicherungsfirma. Eine Versicherung für die Liebe hat auch er nicht. Marianne ist Hausfrau, die beiden haben keine Kinder, sie hält ihm den Rücken frei.

Marianne Krug: "Ich bin am Ende, habe Panik"

2016 die Trennung. Heinz zieht aus. Er verdient knapp 30.000 Euro netto pro Monat, geht auf Partys, genießt das Leben. Anders als seine Frau. Sie hat weder was zu feiern noch Geld. Problem: Marianne ist in der gemeinsamen Wohnung geblieben, die pro Monat knapp 3000 Euro kostet. Wie soll sie das bezahlen?

Gar nicht. Deshalb bekommt sie nach der zweiten nicht gezahlten Miete Post von der Vermieterin. Ihr droht eine Kündigung – und eine Räumungsklage. Auch die Stadt München meldet sich bei ihr. Genauer: die Fachstelle zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit. Marianne bittet Freunde um Geld – vergeblich. Sie ruft Heinz an, fleht um Hilfe, der sie anzeigt. Sie darf ihn nicht mehr kontaktieren – sonst muss sie 250.000 Euro zahlen oder sechs Monate in Ordnungshaft. Die Scheidung läuft parallel, er überweist ihr 1500 Euro, doch damit kommt sie nicht hin. Jetzt wurde die Räumungsklage vor Gericht verhandelt, das Urteil steht noch aus, aber es sieht nicht gut für Marianne aus, wie ihr Anwalt bestätigt.

Frau Krug zur AZ: "Ich bin am Ende, habe Panik und kann allen Frauen nur raten, einen Ehevertrag zu schließen, um nicht wie ich in einer Notunterkunft zu landen."

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren