Flohmarkt, Baden oder Kino in München: Die schönsten Aktivitäten für alle Daheimgebliebenen

Wer braucht schon den Gardasee, wenn er in der angenehm leeren Stadt Abkühlung und Kultur findet. Ein paar AZ-Tipps für ein herrliches, warmes Wochenende.
Carmen Merckenschlager,
Maja Aralica,
Myriam Siegert
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Man kann sie förmlich vor Freude kreischen hören: Diese Kinder kühlen sich im Stachusbrunnen ab.
Man kann sie förmlich vor Freude kreischen hören: Diese Kinder kühlen sich im Stachusbrunnen ab. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber (www.imago-images.de)

Vergangene Woche noch Wärmflasche auf der Couch – plötzlich mehr so Bikini an der Isar. Seit gut einer Woche ist Sommer in München. Temperaturen um die 30 Grad verlangen nach Abkühlung und Eis und einem Kaltgetränk.

Als ob das nicht schon schön genug wäre fürs Gefühl. Doch Pfingsten ist in München eben auch die Zeit, in der es viele eher an den Gardasee als an den Feldmochinger See treibt. Heißt: Ein Parkplatz ist schnell gefunden, in der U-Bahn herrscht kaum Gedränge und die Chance auf einen Platz im schönsten Schanigarten ist dieser Tage besonders hoch. Eine herrliche Zeit!

Am Samstag kratzen die Temperaturen noch mal an den 30 Grad. Sonntag sind vereinzelt Gewitter möglich. An alle daheimgebliebenen Sommer-Freunde: Genießen Sie die angenehm leere Stadt. Denn es ist wieder viel geboten. Die AZ wünscht ein schönes Wochenende!  

An die nördliche Isar

Neben den Freibädern lädt die Isar fast überall im Stadtgebiet zum Baden ein. Schade nur, dass die schönsten Stellen oft sehr gut besucht bis überlaufen sind. Schöner und weniger voll wird es da im Norden. Genauer gesagt: Gleich vor der Max-Joseph-Brücke auf der Bogenhausener Seite.

Mit dem Radl hat man die Stelle im Nu erreicht. Auch die Tram ist nicht weit, von der Haltestelle Tivolistraße erreicht man die Badestelle gut zu Fuß. Am besten packt man sich eine gscheide Brotzeit ein oder plant im Anschluss an die Abkühlung gleich noch einen Besuch am Chinesischen Turm im Englischen Garten ein, um sich dort mit einer Brotzeit oder einem Radler zu stärken.

Baden unterhalb der Max-Joseph-Brücke.
Baden unterhalb der Max-Joseph-Brücke. © Jan Krattiger

Im Park ins Kino

Bei diesem Wetter wär’s doch zu schade, im dunklen, verschlossenen Kinosaal zu sitzen. Gut, dass es da einen Kompromiss gibt: das Kino am Olympiasee. Dort läuft am Samstag um 15.30 Uhr der neue "Pumuckl"-Film. Am Abend, ab 18 Uhr, kann man am Seeufer das Champions-League-Finale PSG gegen Arsenal gucken und mitfiebern.

Am Sonntag geht’s ab 15.30 Uhr mit "SpongeBob: Piraten Ahoi!" nach Bikini Bottom. Um 18 Uhr gibt’s bei "La La Land" einen Sarti Spritz zum Kino-Ticket dazu. Und um 21.15 Uhr gibt es mit "Hoppers" Unterhaltung für die ganze Familie. Programm und Tickets: kinoamolympiasee.de 

Filmschauen unterm Olympiaturm.
Filmschauen unterm Olympiaturm. © via www.imago-images.de (www.imago-images.de)

Ratschen und stöbern

Trödeln, feilschen und stöbern: Der Sommer ist Hofflohmarktzeit. Am Samstag öffnen die Bogenhauser ihre Innenhöfe, Gärten und Garagen und verkaufen allerlei aus zweiter Hand. Wer die besten Schätze ergattern will, startet am besten schon ab 10 Uhr. Gemütlichere Flohmarkt-Besucher haben bis 16 Uhr Zeit, durch die Nachbarschaft zu schlendern.

An vielen Ständen gibt’s außerdem Kaffee und Kuchen – eine ideale Möglichkeit, um sich ein bisserl auszutauschen und zu ratschen. In einigen Innenhöfen gibt es sogar Live-Musik, Kinderschminken oder Bike-Wash-Stationen. Den Tourplan gibt es unter: www.hofflohmaerkte.de 

In den Hintergöfen gibt es viel zu entdecken.
In den Hintergöfen gibt es viel zu entdecken. © IMAGO/C3455 Robert B. Fishman (www.imago-images.de)

Gemeinsam singen

Gemeinsames Singen ist eine Tradition, die gerade in Städten immer seltener gelebt wird. Freilich gibt es noch viele Chöre – doch einfach mal so gemeinsam anzustimmen, passiert immer seltener. Im Alten Simpl wird diese Tradition beim Wirtshaussingen wiederbelebt. Gemeinsam mit dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege veranstaltet das Wirtshaus jeden letzten Sonntag im Monat einen geselligen Sing-Treff. Vorbeikommen können alle: egal ob erprobte Sänger, alte Volksmusik-Hasen oder Neugierige, die einfach mal reinschnuppern wollen. 

Wirtshaussingen im Alten Simpl.
Wirtshaussingen im Alten Simpl. © IMAGO/S.Gottschalk (www.imago-images.de)

Rundgang mit Aussicht

Seit dieser Woche gibt es im Olympiapark etwas Neues: eine Panorama-Tour mit Ausblick und Kletterspaß. Los geht es im Info-Pavillon neben dem Olympia-Actionsportzentrum: Nach einer Einführung führen erfahrene Guides durch den Park. Dabei erfahren die Teilnehmer und Teilnehmerinnen Spannendes über die Olympischen Spiele 1972, die einzigartige Zeltdacharchitektur und den Park heute, immerhin ist er eine der meistgenutzten Olympia-Anlagen der Welt.

Außerdem geht’s zu einer der neusten Attraktionen des Parks, dem Sayaq Adventure Tower. Hier geht es zum krönenden Abschluss über 128 Stufen hoch hinauf auf die 180 Quadratmeter große Aussichtsplattform des Klettergartens – für einen prachtvollen Rundumblick in das Olympiastadion und auf die übrigen Stätten des Parks, die Silhouette der Stadt und bei guter Sicht auch auf die Alpen.

Zum krönenden Abschluss gibt’s einen tollen Blick über den Olympiapark.
Zum krönenden Abschluss gibt’s einen tollen Blick über den Olympiapark. © Fabian Stoffers

Als Bonus kann die Panorama-Tour mit einem großen Klettervergnügen am Adventure Tower kombiniert werden. Allerdings steht diese Variante derzeit nur für private Gruppen zur Verfügung. Geboten werden Parcours mit 38 Kletterstationen auf drei Ebenen in den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden. Ob Anfänger oder Profi, gesichert mit modernem Kletterequipment, gilt es, je nach Können, Seile, Brücken, Netze und bewegliche Elemente zu überwinden. Wer es sportlich mag, kann sich zusätzlich aus ca. 18 Metern Höhe abseilen.

Die neue Tour kostet für Erwachsene 28 Euro bzw. 45 Euro mit Klettererlebnis, Schüler/Studenten zahlen 23 Euro bzw. 36 Euro. Buchbar ist die Panorama-Tour zu festen Terminen unter:www.touren-olympiapark.de

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