Hier sehen Sie fast 60 Jahre Münchner Musikgeschichte

Seit fast 60 Jahren musiziert die  Jazz-Kombo "Immergrün" in München und der Welt. AZ-Stadtspaziergänger Sigi Müller erlebte einen Konzertbesuch mit Geschichtsstunde.
| Sigi Müller
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Manchmal auch mit Megaphon: Kai Lauber und Karl-Heinz Schmid am Banjo.
Sigi Müller 6 Manchmal auch mit Megaphon: Kai Lauber und Karl-Heinz Schmid am Banjo.
Gruppenbild von Jazzkränzchen Immergrün: Dieses sollte einmal ein LP- Cover werden – wurde dann aber doch nicht eingesetzt.
Sigi Müller 6 Gruppenbild von Jazzkränzchen Immergrün: Dieses sollte einmal ein LP- Cover werden – wurde dann aber doch nicht eingesetzt.
Jazzkränzchen Immergrün – da waren alle noch sehr, sehr jung.
Sigi Müller 6 Jazzkränzchen Immergrün – da waren alle noch sehr, sehr jung.
Was für ein Instrument: Ulrich Rau am riesigen Sousaphon. Es ist gar nicht so einfach, dieses Trumm hochzuheben.
Sigi Müller 6 Was für ein Instrument: Ulrich Rau am riesigen Sousaphon. Es ist gar nicht so einfach, dieses Trumm hochzuheben.
Blättern in Erinnerungen: Ulrich Rau und Gerald Groß.
Sigi Müller 6 Blättern in Erinnerungen: Ulrich Rau und Gerald Groß.
Altes Bandfoto: links im Bild der "Melitta-Mann" Egon Wellenbrink.
Sigi Müller 6 Altes Bandfoto: links im Bild der "Melitta-Mann" Egon Wellenbrink.

Schwabing - Gegründet wurde das "Jazzkränzchen Immergrün" 1962 und kann so schon auf mittlerweile 57 Jahre Musikgeschichte zurückblicken. Ich sitze mit den Bandmitgliedern Karl-Heinz Schmid und Gerald Groß im Biergarten vom Brunnwart in Schwabing. Auf dem Tisch liegen eine Menge Fotoalben und natürlich haben die beiden viele Geschichten rund um das Musikerleben zu erzählen.

Blättern in Erinnerungen: Ulrich Rau und Gerald Groß.
Blättern in Erinnerungen: Ulrich Rau und Gerald Groß. © Sigi Müller

Jazzkränzchen Immergrün: Seit 1962 Musik vom Feinsten

Ich sehe unzählige Schwarz-Weiß-Fotos von Auftritten, höre viele Namen und bin bald mit der Zuordnung überfordert. Bei circa 300 Floßfahrten haben sie gespielt, waren rund um die Welt unterwegs und haben etliche Schallplatten aufgenommen.

Egon Wellenbrink, der "Melitta-Mann", hat lange Klarinette gespielt. In Portugal kamen die Instrumente mal nicht mit im Flugzeug an und der Auftritt drohte zu platzen. Zum Glück spielte eine Militärband auf einem Jubiläumsfest in der Nähe, und wie bei Musikern üblich, half man sich – das Konzert mit geliehenen Instrumenten konnte stattfinden.

Die Zeit vergeht wie im Flug, fast hätten wir den Konzertbeginn verpasst. Schnell noch ein Gruppenfoto mit den Instrumenten im Freien, wo ich zum ersten Mal ein Sousaphon sehe. Klingt niedlich, ist aber ein riesiges Instrument. Wenn Ulrich Rau darauf spielen will, sieht es fast so aus, als würde er in das Instrument einsteigen.

Altes Bandfoto: links im Bild der "Melitta-Mann" Egon Wellenbrink.
Altes Bandfoto: links im Bild der "Melitta-Mann" Egon Wellenbrink. © Sigi Müller

Der "Melitta-Mann" hat hier Klarinette gespielt

Kurz eine Begrüßung der Gäste – und schon geht’s los. Karl-Heinz Schmid führt durch das Programm und erzählt aus den alten Zeiten des Jazz. Beginnend in New Orleans, "NuOrleans", wie’s die Einheimischen abkürzen, über Chicago nach New York, die Zeit der Prohibition, Al Capone, Louis Armstrong, dazu viele Namen, die ich noch nie gehört habe, aber alle Musikstars in ihrer Zeit. Dazwischen Musik vom Feinsten. Ein toller Abend, ich komme bestimmt wieder!

Das nächste Konzert im Brunnwart ist am 18. Oktober. Tragen Sie sich’s mal ein. Es lohnt sich!

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