"Hier geht ein ganz Großer": 220 Seiten Abschiedsgrüße für Franz Beckenbauer in München

Auch am allerletzten Tag kommen viele Menschen zum Kondolenzbuch ins Rathaus, um Abschied vom Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer zu nehmen.
Julia Wohlgeschaffen
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Vinzent Fernandez trägt sich in das Kondolenzbuch für Franz Beckenbauer im Rathaus ein.
Vinzent Fernandez trägt sich in das Kondolenzbuch für Franz Beckenbauer im Rathaus ein. © Daniel von Loeper

München - Vincent Fernandez geht zügig auf den Tisch mit der weißen Decke im zweiten Stock des Rathauses zu, auf dem das große Buch mit schwarzem Leder-Einband liegt. Als er sich hinsetzt, um sich einzutragen, atmet er schnell.

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Er hat es gerade noch rechtzeitig geschafft, in 20 Minuten wird das Kondolenzbuch für Franz Beckenbauer weggeräumt. "Ich habe so etwas noch nie gemacht", sagt der 51-jährige Münchner der AZ. Heute noch letzte Worte an die deutsche Fußball-Ikone und seine Familie zu richten, war ihm wichtig: "Hier geht ein ganz Großer."

Abschied von Franz Beckenbauer: Großer Andrang am Kondolenzbuch im Rathaus in München

So geht es offenbar vielen Münchnern, das zeigt ein Blick auf die vielen beschriebenen Seiten: Sätze wie "An den Kaiser" und "Du warst mein Idol" sind hier zu lesen. Mehr als 220 Seiten haben sie vollgeschrieben, das erste Buch musste die Stadt sogar auswechseln. Der Andrang war so groß, dass die sie das Kondolenzbuch schließlich länger auslegte, als ursprünglich geplant.

"R.I.P", "Eine Ära geht zu Ende" und vor allem "Danke": Mit diesen Worten verabschieden sich die Münchner vom Kaiser.
"R.I.P", "Eine Ära geht zu Ende" und vor allem "Danke": Mit diesen Worten verabschieden sich die Münchner vom Kaiser. © Daniel von Loeper

Kurz bevor das Rathaus am Mittwoch schließt, sind nur noch wenige Seiten im zweiten Buch unbeschrieben, ein paar Leute warten noch. Als alle sich eingetragen haben, um 17.10 Uhr, nimmt ein Mitarbeiter des Rathauses das Buch mit – in dem ein Wort ganz besonders häufig zu lesen ist: "Danke".

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