Heßstraße: Schönheitskur für 2,1 Kilometer

Die Heßstraße zwischen Loth- und Barer Straße wird aufgehübscht: Mit einem neuen Straßenbelag und viel ganz Grün.
Eva von Steinburg |
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Auch das alte Kopfsteinpflaster kommt (leider) raus.
Petra Schramek 2 Auch das alte Kopfsteinpflaster kommt (leider) raus.
Die schmale Heßstraße an der Neuen Pinakothek.
Petra Schramek 2 Die schmale Heßstraße an der Neuen Pinakothek.

Maxvorstadt - Die Heßstraße: „Sie ist ein hässliches Etwas. 4000 Schritte lang. So wurde das vor vielen Jahren mal geschrieben – und es hat sich bis heute nichts daran geändert“, urteilt der Schwabinger Architekt Erich Jennewein (64).

Tatsächlich ist die lange, schmale Heßstraße, von der Schwere-Reiter-Straße bis zur Barer Straße hin, ziemlich eng und auch ziemlich dicht bebaut. Dieser Straßenzug in der angesagten Maxvorstadt hat kaum Grün, wenig Lokale und keinen einzigen Laden.

An der Ecke zur Neuen Pinakothek an der Barer Straße wirke die Heßstraße besonders trostlos, meinen Maxvorstädter.

Jetzt steht eine Schönheitskur an: In Zukunft soll es hier begrünte Hausportale geben: Blühende Kletterpflanzen bringen dann Farbe ins Grau. Außerdem plant das Bauamt eine umfassende Sanierung des Straßenbelags.

Zunächst zum Grün: Zusammen mit dem Verein „Urbanes Wohnen“ möchte Erich Jennewein die Heßstraße 2017 aufwerten und verschönern. Ihm gefällt, dass die Straße besonders viel Geschichte hat: „Die Straße ist nicht etwa nach dem Nazi Heß benannt, sondern nach Carl Heß, einem berühmten Münchner Akademie-Professor, Zeichner und Kupferstecher. Seine Bilder hängen in der Neuen Pinakothek.

„Für mich ist die Heßstraße die Verbindung vom Kreativquartier, wo Kunst gemacht wird, zum Kunstareal, wo Kunst ausgestellt wird“, erklärt Manfred Drum (83) vom Verein Urbanes Wohnen: „Ich wünsche mir hier eine grünere Achse.“ Weil auf den schmalen Bürgersteigen kaum Platz ist für Bäume, möchte er mit der „Aktion Grüne Hausportale“ Glyzinien vor ausgewählte Hauseingänge pflanzen.

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Der Plan, des 1973 gegründeten Schwabinger Vereins: „Bei den nächsten Hofflohmärkten sprechen wir Bewohner und Hausbesitzer auf unsere Begrünungs-Idee an. Wir sind sicher, wir finden aufgeschlossene Menschen“, sagt Architekt Manfred Drum (83), der sich nachbarschaftlich und bürgerschaftlich engagiert. Beim Bezirksausschuss Maxvorstadt haben die Initiatoren Jennewein und Drum 500 Euro für die Begrünung mit Kletterpflanzen beantragt. Interesse? Dann bitte gerne E-Mail an: manfred.drum@urbanes-wohnen.de.

Ab Frühjahr saniert das Baureferat den Asphalt der Heßstraße. Auf der Gesamtlänge von 2,1 Kilometern wird der Straßenbelag erneuert. Die alten Pflastersteine zwischen Schleißheimer- und Winzererstraße werden ausgebaut. Hier wird die Heßstraße neu mit Asphaltbeton befestigt, um sie für den Radverkehr und für Menschen mit Gehbehinderung komfortabler und sicherer zu machen. Bauzeit: sechs Wochen. Kosten: 100 000 Euro.

Zu guter Letzt soll jetzt die Ampelschaltung an der Heßstraße, Ecke Lothstraße optimiert werden. Der Bezirksausschuss Maxvorstadt beantragt, dass die Ampel in Zukunft nur noch als Bedarfsampel für Fußgänger geschaltet wird – um ewiges Warten an einer leeren Straße zu vermeiden.
 

 

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