Hass-Mail an Katharina Schulze: Polizei ermittelt Netz-Hetzer

Die Grünen-Landtagsfraktionsvorsitzende Katharina Schulze wird von einem zunächst Unbekannten per Mail übel beleidigt. Sie bringt den Fall zur Anzeige - zwei Tage später ist der Mann ausfindig gemacht.
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Sven Hoppe/dpa

München - Schneller Fahndungserfolg für die Polizei! Nachdem ein zunächst Unbekannter die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Schulze am Mittwoch via Mail unter anderem als "widerliche Sexistin" beleidigt hat, wurde der Mann nur zwei Tage später in Baden Württemberg ausfindig gemacht.

"Ich freue mich sehr über den schnellen Fahndungserfolg in diesem Fall", sagt Schulze gegenüber der AZ: "Super Arbeit von der Bayerischen Polizei. Nur ist das leider eine rühmliche Ausnahme." Sie werde im Internet regelmäßig beleidigt, vor allem über Social Media. "Es ist wirklich erschreckend, mit welcher sprachlichen Verrohung und mit welchen Grenzüberschreitungen man als Politikerin und erklärte Feministin konfrontiert wird", sagt Schulze zur AZ.

Katharina Schulze: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum

Wie sie damit umgeht? "Ich bringe konsequent jeden derartigen Fall zur Anzeige. Dann probiere ich das für mich abzuhaken – anders geht es ja gar nicht", so die 34-Jährige, die dabei Unterstüzung von ihren Mitarbeitern bekommt: "Mit dem konsequenten Anzeigen will ich den Druck auf die Hetzer erhöhen. Sie müssen lernen: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und am Ende müssen sie sich für ihre Worte auch verantworten."

Um der zunehmenden Verrohung der Sprache im Internet entgegenzuwirken, drängen die Grünen auf eine konsequentere Strafverfolgung. "Wir Grünen fordern, den Fahndungsdruck in solchen Fällen deutlich zu erhöhen und die Hürden zur Erstattung von Anzeigen zu senken", so Schulze. In Kürze soll ein Antragsparket vorgelegt werden.

Den aktuellen Fall hat das Kommissariat für Staatsschutzdelikte übernommen. Der Tatverdächtige wurde nun wegen Beleidigung angezeigt - und hat hoffentlich seine Lektion gelernt.

Lesen Sie auch: Bombendrohung gegen Münchner Gericht - Polizei findet nichts

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