"Halte davon wenig": Das sagen Münchner Autofahrer zur neuen Spritpreisregelung

Ein als Preisbremse gedachtes Gesetz tritt in Kraft – die Mineralölkonzerne haben nur noch mittags Gelegenheit zur Preiserhöhung. Was sagen die Münchner dazu? Die AZ hat bei den Verbrauchern nachgefragt.
von  Sophia Roussou, Sophia Willibald, Ben Sagmeister
Kein Ende in Sicht: Täglich erreichen die Spritpreise neue Höchststände für Verbraucher. Jetzt soll eine neue Regelung helfen.
Kein Ende in Sicht: Täglich erreichen die Spritpreise neue Höchststände für Verbraucher. Jetzt soll eine neue Regelung helfen. © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON (www.imago-images.de)

Die Spritpreise kennen derzeit nur eine Richtung: nach oben. Ein neues Gesetz soll nun Abhilfe schaffen. Doch wie sinnvoll finden Münchner Autofahrer die Regelung? Und verzichten sie angesichts der steigenden Kosten inzwischen häufiger auf das Auto?

Felix (23) treffen die Erhöhungen hart, sagt er.
Felix (23) treffen die Erhöhungen hart, sagt er. © Ben Sagmeister

Felix (23): "Dass die Preise erst ab 12 Uhr erhöht werden dürfen, merke ich als Autofahrer nicht. Die Kosten bleiben hoch, ob sie am Tag zehnmal angepasst werden oder nur einmal – ich glaube, das macht keinen Unterschied. Im Moment fahre ich trotzdem nicht weniger. Ich ziehe gerade um und muss viel pendeln – auch wegen meines Studiums. Von dem her trifft es mich gerade sehr hart."

Elke (42) findet die neue Regel gar nicht schlecht, sagt sie der AZ.
Elke (42) findet die neue Regel gar nicht schlecht, sagt sie der AZ. © Ben Sagmeister

Elke (42): "Ich denke nicht, dass die neue Regelung die Spritpreise senken wird, aber es sorgt für mehr Transparenz – daher finde ich es nicht schlecht. Ich verstehe auch nicht ganz, warum zum Beispiel die Wahlen an der Zapfsäule entschieden werden. Die Menschen haben immer noch sehr viel Geld für andere Dinge und da machen 20 Euro im Monat vielleicht nicht ganz so viel aus."

Levi (24) tankt wegen der hohen Preise nicht mehr voll, sagt er.
Levi (24) tankt wegen der hohen Preise nicht mehr voll, sagt er. © Ben Sagmeister

Levi (24): "Für Leute, die morgens tanken können, ist die neue Regel, glaube ich, sinnvoll. Ich arbeite aber zum Beispiel nachts und wenn ich aus der Arbeit komme, sind die Preise hoch. Aktuell fahre ich deshalb weniger Auto und tanke vor allem nicht mehr voll. Ich bin aber auch nicht auf das Auto angewiesen. Deshalb betreffen mich die hohen Spritpreise auch nicht ganz so sehr wie andere."

Christian (40) bekommt einen Teil der Kosten durch seinen Job erstattet, erzählt er.
Christian (40) bekommt einen Teil der Kosten durch seinen Job erstattet, erzählt er. © Ben Sagmeister

Christian (40): "Ich glaube, im Endeffekt wird das nicht viel bringen. Ob sich der Preis jetzt drei, fünf oder nur einmal am Tag ändert – hochgehen wird er sowieso. Ich muss beruflich Auto fahren – es geht nicht anders. Natürlich stören mich die hohen Preise, aber mich trifft es relativ wenig, weil ich einen Teil der Spritkosten vom Job her bezahlt bekomme. Aber ich glaube, es trifft schon einige sehr hart."

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