Halbzeitbilanz der CSU: Im Maschinenraum

AZ-Lokalchef Felix Müller über die CSU-Halbzeitbilanz.
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Der CSU fehlt's an einem Alleinstellungsmerkmal - das findet zumindest AZ-Lokalchef Felix Müller.
dpa/AZ Der CSU fehlt's an einem Alleinstellungsmerkmal - das findet zumindest AZ-Lokalchef Felix Müller.

Autofahrer-Partei! U-Bahn-Pendler-Partei! Liberale Großstadt-Partei! Bewaffnete-Sheriffs-Partei! Die Münchner CSU will irgendwie alles sein. Was ihr zunehmend fehlt, ist ein Markenkern.

Zur Halbzeit-Bilanz feiert sie sich. Doch Themen, mit denen man die Christsozialen nach drei Jahren an der Macht verbinden würde, gibt es nicht viele. Ja, es werden große Auto-Tunnel gebaut – aber die CSU hat Angst, zu Autofahrer-Lobbyisten gestempelt zu werden. Ja, sie fordert bewaffnete Sheriffs – aber Bürgermeister Josef Schmid hat so lange um ein liberales Image gekämpft, dass er die Sicherheitspolitik wohl nie mehr verkörpern wird.

Nachdem große Punkte des Koalitionsvertrags abgearbeitet sind, wird es für die CSU mit verjüngter, weitgehend unbekannter Fraktion bis zur Wahl 2020 darauf ankommen, eigene Themen zu setzen. Ihr Haupt-Problem bleibt ein anderes. Mit Schwarz-Rot weht tatsächlich ein frischerer Wind durchs Rathaus als in der Spät-Ära Ude. Aber das wird als Erfolg des populären SPD-OBs verbucht. Reiter sitzt auf dem Sonnendeck, so ist das in Großen Koalitionen.

Keine guten Aussichten für die Maschinenraum-CSU.

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