Hagel, Regen, Sturm: Unwetter-Vorwarnung für München am Dienstag

Das schwülwarme Wetter ist ideale Grundlage für Gewitter. In ganz Bayern herrscht deshalb ab den Mittagsstunden Unwettergefahr. Wie stark und wo genau es kracht, ist schwer vorherzusehen. 
| AZ/mag
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Was für eine Aufnahme: Blitze eines vorbeiziehenden Gewitters Montagabend über dem Olympiastadion am Nachthimmel.
Matthias Balk/dpa Was für eine Aufnahme: Blitze eines vorbeiziehenden Gewitters Montagabend über dem Olympiastadion am Nachthimmel.

Das schwülwarme Wetter ist ideale Grundlage für Gewitter. In ganz Bayern herrscht deshalb seit den Mittagsstunden Unwettergefahr. Wie stark und wo genau es kracht, ist schwer vorherzusehen. 

München – Sonnig ist der Tag gestartet, doch das könnte sich im Laufe des Tages schlagartig ändern. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat ab Dienstagnachmittag bis spät in die Nacht eine "Vorabinformation Unwetter vor schwerem Gewitter" herausgegeben. 

München: Unwetter mit Regenmassen möglich

Demnach sollen sich in der feucht-warmen Luft über München starke Gewitterzellen bilden. "Es besteht erhöhte Unwettergefahr durch heftigen Starkregen (bis 40 l/qm pro Stunde) und größeren Hagel, auch Böen bis Sturmstärke (Bft 9) können auftreten", heißt es in der Warnung. Da sich Gewitterzellen bei diesem Klima sehr langsam bewegen können, kann es örtlich beschränkt auch zu Regenmengen von bis 70 Litern pro Quadratmeter in kürzester Zeit kommen. 

Die Warnung des DWD ist bis Mittwoch, 2 Uhr nachts aktiv. Bis dahin sollen sich die Gewitter aber bereits deutlich abgeschwächt haben. 

Eine schnelle Änderung der aktuellen Wetterlage ist übrigens nicht in Sicht. Bis in die zweite Juniwoche soll das hochsommerliche Wetter mit viel Sonne, hohen Temperaturen tagsüber und tropischen Nächten (über 20 Grad) anhalten. Folglich bleibt aber auch die Gefahr von Hitzegewittern hoch. 

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert, wir halten Sie hier auf dem neuesten Stand in Sachen Unwetterlage!

Was für eine Aufnahme: Blitze eines vorbeiziehenden Gewitters Montagabend über dem Olympiastadion am Nachthimmel.
Was für eine Aufnahme: Blitze eines vorbeiziehenden Gewitters Montagabend über dem Olympiastadion am Nachthimmel. © Matthias Balk/dpa

Gewitter - so verhalten Sie sich richtig

Wer im Freien von einem Gewitter erwischt wird, sollte vor allem eines tun: Sich kleiner als die Umgebung machen oder eine Behausung aufsuchen. Man sollte sich an eine tiefer gelegene Stelle begeben und sich darin noch mit geschlossenen Füßen in die Hocke setzen. Die Arme legt man um die Knie. Dabei auf keinen Fall einen Regenschirm benutzen. Gute Orte sind etwa eine Bodenmulde, der Fuß eines Felsvorsprungs oder in die Landschaft eingeschnittene Wege, erläutert der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE).

Das bedeutet umgekehrt: Vermeiden sollte man alles Hohe - also einzelne Bäume oder Baumgruppen, den Waldrand, Bergspitzen, Deiche und Masten. Auch zu anderen Menschen, zu Wänden und zu Zäunen sollte man Abstand halten. Der VDE rät zu mindestens einem Meter, besser seien drei.

Schnell nach Hause zu radeln, ist oft keine gute Idee. Denn die Nähe zu einem Metallgegenstand wie Fahrrad oder Regenschirm ist gefährlich. Außerdem darf man die Distanzen nicht unterschätzen: Beobachtungen zufolge kann ein Blitz fünf Kilometer und mehr von seiner Ursprungswolke entfernt einschlagen. Selbst wenn das Unwetter noch weit weg scheint, ist die Gefahr eines Blitzschlags also womöglich schon viel näher.

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