Habenschaden will Innenstadt-Verödung bekämpfen

Für die zweite Bürgermeisterin zeigt die Corona-Pandemie, wie stark die Innenstadt bislang von Touristen abhängig ist. Habenschaden will die Stadt neu beleben.
| AZ, dpa
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Will gegen das Veröden der Innenstadt vorgehen: Katrin Habenschaden.
Bernd Wackerbauer Will gegen das Veröden der Innenstadt vorgehen: Katrin Habenschaden.

München - Münchens Zweite Bürgermeisterin Katrin Habenschaden (Grüne) warnt vor einem Veröden der Innenstadt.

"Viele Jahre hat der internationale Tourismus die Probleme kaschiert, aber jetzt, wo die Besucher aus dem Ausland fehlen, wird das niedrige Interesse der Einheimischen an der Münchner Innenstadt schmerzhaft deutlich", sagte die Kommunalpolitikerin dem "Münchner Merkur" (Montag).

Die Zukunft bestehe aber nicht nur im Einkaufen. "Das Konzept muss so sein, dass ich gerne einen guten Tag in der Innenstadt verbringe."

Habenschaden: Mehr Brunnen, mehr Grünflächen

Habenschadens Vorstellung eines idealen Münchentages: "Man fährt in die Stadt zum Frühstücken, geht einkaufen, bummeln, in kleine Spezialitätenläden, es muss Grünflächen geben, wo ich auch mal im Schatten sitzen kann, ohne etwas konsumieren zu müssen."

Ein Makel sei auch die starke Versiegelung. Das sei gerade für ältere Menschen problematisch, "die haben ja gar keine Möglichkeit, ein Plätzchen im Schatten zu finden, ohne in einer Gastronomie etwas kaufen zu müssen." Auch mehr Brunnen, mehr Wasser und mehr Bäume seien wichtig. "Schauen Sie doch nach Madrid, da ist nahezu den ganzen Tag Leben in den Straßen, weil es grün ist, weil es auch Konzerte gibt."

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