"Haben keinen Plan-B": DFB hält weiter an EM-Planungen für München fest

Laut UEFA-Präsident Aleksander Ceferin sollen keine Spiele der Europameisterschaft in diesem Sommer ohne Zuschauer stattfinden. Dass dies auch in München möglich ist, scheint aktuell unrealistisch. Der DFB hält dennoch an seinen Planungen fest.
| AZ/dpa
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In der Allianz Arena sollen insgesamt vier EM-Spiele stattfinden. (Archivbild)
In der Allianz Arena sollen insgesamt vier EM-Spiele stattfinden. (Archivbild) © imago/Future Image

München/Frankfurt - DFB-Direktor Oliver Bierhoff hofft auch nach den Geisterspiel-Aussagen von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin auf EM-Spiele in München. Er könne das nur so interpretieren, dass Ceferin "natürlich nochmal ein klares Zeichen setzen will auch gegenüber gewissen Ländern oder Regierungen, da aktiv zu werden", sagte Bierhoff am Donnerstag während eines Mediengesprächs. "Wir können das nur so aufnehmen, im ersten Schritt wollen wir spielen".

Ceferin hatte in kroatischen Medien EM-Spiele ohne Zuschauer für das Turnier in diesem Sommer (11. Juni bis 11. Juli) ausgeschlossen. Die Europäische Fußball-Union teilte daraufhin am Mittwoch mit, dass Gastgeberstädte, in denen coronabedingt nur Geisterspiele möglich sind, nicht automatisch ausgeschlossen würden. Es müsse aber abgewogen werden, ob die Verlegung der Partien an einen anderen Ort nicht sinnvoller wäre.

Europameisterschaft: Vier Spiele in München geplant

"Natürlich haben wir alle unsere Planungen auf München ausgerichtet", sagte Bierhoff, der aber auch äußerte, dass von Nürnberg "überall" hingeflogen werden könne. "Das ist jetzt nicht die Thematik. Ich wünsche mir schon, dass wir auch Spiele in Deutschland haben." In München sollen die drei Gruppenspiele der Nationalmannschaft gegen Frankreich, Portugal und Ungarn sowie ein Viertelfinale stattfinden.

"Es ist ohne Zweifel so, dass wir uns alle wieder Fans in den Stadien wünschen", sagte Bierhoff. "Eigentlich möchte man sich eine Europameisterschaft nur mit Fans vorstellen." Er sei gespannt, wie sich die Debatte entwickelt. "Man ist trotzdem guter Dinge, dass in der Zeit (bis zum Sommer) gewisse Maßnahmen ergriffen werden." Zum DFB-Standort während der EM in Herzogenaurach gebe es "keinen Plan B".

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