Stadtrat beschließt Mega-Wohnprojekt: 3400 neue Wohnungen für München

Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats hat zwei wichtige Abschnitte in Freiham und in Freimann auf den Weg gebracht. Was dabei genau angedacht ist.
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Im Quartier Freiham Nord entstehen seit 2016 auf 85 Hektar Fläche etwa 4500 Wohneinheiten für etwa 12.000 Menschen, ein Bildungscampus und ein Stadtteilzentrum.
Im Quartier Freiham Nord entstehen seit 2016 auf 85 Hektar Fläche etwa 4500 Wohneinheiten für etwa 12.000 Menschen, ein Bildungscampus und ein Stadtteilzentrum. © IMAGO/Maria Maar (www.imago-images.de)

Der Stadtrat hat Baurecht für insgesamt 3400 neue Wohnungen in München geschaffen. In Freiham Nord entstehen 2800 Wohnungen sowie Schulen, Kitas, soziale Einrichtungen und Grünflächen, in Freimann sind 600 Wohnungen geplant – bis zu 40 Prozent davon im geförderten Wohnungsbau respektive im "preisgedämpften" Mietwohnungsbau. 

Freiham Nord: Mehrgenerationen-Wohnprojekt und Wohnungen für Berufsanfänger

Im ersten Bauabschnitt des zweiten Realisierungsabschnitts von Freiham Nord – das nördlich der Annemarie-Renger-Straße und westlich der Aubinger Allee gelegene Planungsgebiet hat eine Fläche von knapp 27 Hektar – sind nach Angaben der Stadt auch besondere Wohnformen vorgesehen.

Schulcampus mit Freiflächen und Sportflächen 

Neben Wohnraum für etwa 7200 Menschen sind hier fünf Kitas, ein Schulcampus mit Grund- und Mittelschule sowie öffentliche Frei- und Grünflächen geplant. Darunter sind eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für Menschen mit Pflegebedarf, ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt und Wohnungen für Berufsanfänger. Außerdem soll ein großer Anteil an gefördertem Wohnraum umgesetzt werden.

"Die neue Bebauung setzt die Struktur des ersten Realisierungsabschnitts mit in der Höhe variierenden, fünf- bis siebengeschossigen Wohnblöcken und begrünten Innenhöfen fort. An städtebaulich markanten Punkten sind achtgeschossige Gebäude vorgesehen", heißt es weiter.

In den Erdgeschossflächen, insbesondere entlang der Aubinger Allee und am Quartiersplatz "Freiham Zentrum" sollen sich kleinere Läden, Büros, Cafés oder soziale und kulturelle Einrichtungen ansiedeln. Der kompakte Schulcampus einschließlich seiner Frei- und Sportflächen liegt im Süden des Planungsgebiets, in der Nachbarschaft zum geplanten Freihamer Park und zum Sportpark.

Radweg entlang des Parks 

Die Stellplätze für die künftigen Bewohner sind in im Planungsgebiet verteilten Quartiersgaragen, den sogenannten Mobilitätshäusern und -regalen, untergebracht. So könne auf Tiefgaragen verzichtet werden, sodass die Innenhöfe stärker begrünt und mit großen Bäumen bepflanzt werden könnten. 

Insgesamt knapp vier Hektar große Grünflächen gliedern das neue Wohngebiet und verknüpfen es mit dem ersten Realisierungsabschnitt. Die Freiflächen im Planungsgebiet werden durch den benachbarten, zukünftigen Freihamer Park ergänzt, der abschnittsweise realisiert wird. Entlang des Parks ist ein Radweg geplant. 

Der nächste Realisierungsabschnitt von Freiham Nord umfasst rund 6000 Wohneinheiten sowie Schulen und Kindertagesstätten auf rund 55 Hektar. Insgesamt entsteht im Siedlungsgebiet Freiham Nord Wohnraum für mehr als 25.000 Menschen.

600 Wohnungen neue Wohnungen zwischen Freisinger Landstraße und Garchinger Mühlbach 

An der Freisinger Landstraße in Freimann ist ein Wohnquartier mit Kindertagesstätten sowie Einkaufs-, Sport- und Freizeitmöglichkeiten geplant. Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats hat auch dafür jetzt grünes Licht gegeben.

Baumbestand soll "weitestgehend" erhalten bleiben

Das etwa 13,5 Hektar große Planungsgebiet nördlich der Floriansmühlstraße wird im Bereich zwischen Freisinger Landstraße und Garchinger Mühlbach mit rund 600 Wohnungen neu bebaut. 

Das Planungsgebiet besteht aus zwei Teilgebieten, die durch den Emmerigweg getrennt sind. Nördlich des Emmerigwegs sind Gebäude mit bis zu sieben Geschossen und mit etwa 260 Wohnungen vorgesehen. "Form und Anordnung der Gebäude wurden so gewählt, dass der wertvolle Baumbestand weitestgehend erhalten bleibt und der Luftaustausch sichergestellt ist", heißt es dazu aus dem Rathaus.

Im Norden des Gebiets gibt es dann bald eine Kindertagesstätte mit zwei Kinderkrippen- und zwei Kindergarten-Gruppen. Im Süden sind Flächen für den Einzelhandel, Gewerbe und Gastronomie vorgesehen. In der Nähe ist ein Platz geplant, der Vereinssportflächen mit einer Dreifachsporthalle und mit einem Fitnessbereich und Freisportflächen beherbergt.

Ökologische Ausgleichsflächen und öffentlicher Park mit Sportangeboten

Die vier- bis siebengeschossigen Wohnbauten mit etwa 340 Wohnungen im Teilgebiet südlich des Emmerigwegs sollen versetzt zueinander angeordnet werden: "Dadurch ist sowohl der Schallschutz zur viel befahrenen Freisinger Landstraße hin als auch ein Blick ins Grüne und zum Garchinger Mühlbach gewährleistet."

Eine Kindertagesstätte mit drei Kinderkrippen- und drei Kindergarten-Gruppen ist im Gebäude am Emmerigweg untergebracht. Die bisher für die Allgemeinheit nicht zugänglichen Flächen des ehemaligen Floriansmühlbads und des ehemaligen Tennisparks St. Florian östlich des Garchinger Mühlbachs sollen zu ökologischen Ausgleichsflächen und zu einem öffentlichen Park mit Sportangeboten werden. 


Hier gibt's weitere Informationen zu den Bauvorhaben in Freiham und in Freimann.

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