Großstadt-Bienen im Trend: So boomt die urbane Imkerei im Werksviertel

Honig mit Aussicht: Auf dem Holzhybridgebäude i8 wohnt jetzt ein Bienenvolk. Was es damit auf sich hat...
So sieht das i8 im Werksviertel von außen aus. Auf dem Dach wohnen jetzt Bienen.
So sieht das i8 im Werksviertel von außen aus. Auf dem Dach wohnen jetzt Bienen. © Yohan Zerdoun Photography

Im Werksviertel summt und brummt es jetzt so richtig: Auf dem Holzhybridgebäude i8 der R&S Immobilienmanagement GmbH gibt es einen neuen Mieter: Auf der Dachterrasse ist ein neues Bienenvolk eingezogen.

Den Anfang machten Mitte Mai rund 3000 Bienen, im Lauf des Jahres werden es bis zu 20.000 Bienen. "Urbane Imkerei ist im Kommen. Gerade Dachterrassen eignen sich sehr gut", sagt Sebastian Klapp, der in München und Umgebung zwölf Bienenvölker selbst oder in Patenschaften pflegt. Allein in München leben Schätzungen zufolge rund 4000 Bienenvölker. Die Honigproduktion steht laut Imker Klapp vorerst nicht im Vordergrund. "Zunächst soll sich das Bienenvolk entwickeln. Es kann jedoch sein, dass wir in diesem Jahr schon etwas Honig übrig haben", sagt er mit Blick auf die aktuelle Blüte der Lindenbäume und die Entwicklung des Volkes auf dem i8.

Bei dem Bienenkaste handelt es sich in disem Fall um eine Bienenkugel, die den natürlichen Bautrieb der Bienen unterstützt“, sagt Klapp.
Bei dem Bienenkaste handelt es sich in disem Fall um eine Bienenkugel, die den natürlichen Bautrieb der Bienen unterstützt“, sagt Klapp. © R&S Immobilienmanagement

 

Tom Stehmann von der R&S Immobilienmanagement GmbH erklärt, man habe in dem Areal, dem sogenannten iCampus, "Biodiversität von Anfang an mitgedacht", etwa durch begrünte Freiflächen, Bäume, Pflanzungen und nachhaltige Baustoffe. Die Patenschaft für die Bienen übernimmt der i8-Mieter FNZ Bank, um die Biodiversität am iCampus zu fördern.

Das sogenannte Work-Life-Quartier iCampus ist Teil der Stadtentwicklung im Werksviertel nahe dem Ostbahnhof, die bis 2028 aus zehn Teilprojekten bestehen soll. Acht Gebäude sind bereits vollvermietet, sieben fertiggestellt. Ansässig sind hier nun circa 20 Unternehmen, fünf Gastronomen, vier Einzelhändler, zwei Hotels und weitere Dienstleister.

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