Großer Einsatz in Ismaning: Polizei stellt diverse Waffen sicher
Großer Polizeieinsatz in Ismaning am Samstagabend: Zehn Polizeistreifen, darunter ein Zug des USK, waren zu einem Einfamilienhaus ausgerückt.
Der Auslöser: Gegen 18.35 Uhr hatte eine 63-Jährige die Polizei München per Notruf alarmiert. Ihr 43 Jahre alter Sohn, der bei ihr und ihrem Mann (68) wohnt, sei in einer psychischen Ausnahmesituation. Er habe ihr eine entsprechende WhatsApp-Nachricht geschickt. Die Frau informierte die Polizei dabei auch, dass der Mann über eine Waffe, genauer, eine Armbrust verfüge. Die Polizei samt Spezialeinheit rückte an und umstellte das Haus.
Beamte einer Streife trafen im näheren Umfeld des Hauses auf den 43-Jährigen. Nach ersten Erkenntnissen vor Ort konnten sie keine Hinweise auf eine akute physische Ausnahmesituation bei dem Mann feststellen. Im Haus wurden neben der Armbrust auch weitere "erlaubnisfreie Waffen", nämlich ein Sportbogen, ein Luftgewehr, eine Schreckschusspistole, Pfeile und Eisenkugeln gefunden, so die Polizei. Sie wurden aufgrund der Gesamtsituation sichergestellt. Nach Abschluss der Maßnahmen vor Ort entließen die Beamten den Mann.
Kurze Zeit später folgte allerdings ein erneuter Notruf aus der Familie, ob vom Vater oder vom Bruder des 43-Jährigen, war am Sonntag nicht ganz klar. Es hatte eine körperliche Auseinandersetzung zwischen dem 43-Jährigen und dem 68 Jahre alten Vater gegeben. Unter anderem soll der 43-Jährige dabei die gläserne Haustür eingeschlagen haben. Er hatte entsprechende Verletzungen und wurde vor Ort vom Rettungsdienst versorgt.
Die Familie verzichtete auf eine Anzeige wegen der Sachbeschädigung. Der 43-Jährige wurde wegen seines gefährdenden Verhaltens in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Er ist bereits wegen verschiedener Delikte polizeibekannt.
- Themen:
- Polizei
- Polizeipräsidium München
