Update

Festnahme nach Sprengstoffwarnung in München: Neue Informationen zum Motiv

Wegen einer Bedrohungslage kommt es zu einem Großeinsatz am Sozialbürgeramt in Milbertshofen. Über 50 Beamte im Einsatz. Ein Mann wurde festgenommen.
von  Hüseyin Ince, Ralph Hub, André Wagner
Polizeieinsatz im Sozialbürgerhaus in der Münchner Knorrstraße.
Polizeieinsatz im Sozialbürgerhaus in der Münchner Knorrstraße. © Hüseyin Ince

Die Lage am Sozialbürgerhaus in Milbertshofen beruhigt sich. Die Polizei hat nur wenige Minuten nachdem der Alarm ausgelöst wurde, einen Verdächtigen festgenommen. Nach bisher unbestätigten Informationen soll es sich dabei um einen 27 Jahre alten Serben handeln, der in München lebt. Er soll dem Haftrichter vorgeführt werden. Gerüchten zufolge sollten dem Mann wohl die Sozialleistungen gekürzt werden. Das hat möglicherweise bei ihm zu einer Kurzschlussreaktion geführt. 

Wie die Polizei vor Ort mitteilte, habe sich der Mann in den Eingangsbereich des Sozialbürgerhauses begeben und dort damit gedroht, dass er Sprengstoff bei sich führe. Aufgrund dieser Aussage ist die Polizei mit über 20 Streifen im Einsatz. Auch Beamte des Unterstützungskommandos (USK) waren vor Ort, zudem wurde das SEK alarmiert und stand in Bereitschaft.

Der Tatverdächtige konnte von den Beamten gesichert werden und ließ sich von den Polizeikräften widerstandslos festnehmen. Ein verdächtiger Gegenstand wurde sichergestellt und untersucht, dabei wurde festgestellt, dass der Tatverdächtige keine Waffen und keinen Sprengstoff bei sich führte.

Tatverdächtiger drohte mit Sprengstoff im Rucksack

Aus Sicherheitsgründen wird das Gebäude des Sozialbürgerhauses von Polizeikräften abgesucht. Aus diesem Grund bestehen die umfangreichen Verkehrssperren in diesem Bereich weiterhin.

Anzeige für den Anbieter Glomex über den Consent-Anbieter verweigert

Informationen über verletzte Personen liegen der Polizei nicht vor. Die kriminalpolizeilichen Maßnahmen laufen nun, um die Hintergründe des Vorfalls in Erfahrung zu bringen. Aktuell sei das Motiv des Mannes noch unklar.

Es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, so die Polizei.

Wie der Vater eines Zeugen der AZ mitteilte, habe der Tatverdächtige das Sozialbürgerhaus betreten, seinen Rucksack in den Gang geworfen, mit der Drohung, dass dieser eine Bombe enthalte, und forderte dann die Mitarbeiter auf, die Polizei zu rufen.

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.